„Thirsty Still“: Weihnachtsmann überreicht Geschenk der Buschleute an Botswanas Regierung 10 Dezember 2009

"Der Weihnachtsmann überreicht Flaschen mit Wasser
an Botswanas Hochkommissariat in London.
© M. Cowan/Survival"
"Der Weihnachtsmann überreicht Flaschen mit Wasser an Botswanas Hochkommissariat in London. © M. Cowan/Survival"
© M. Cowan/Survival

Der Weihnachtsmann überbrachte heute, am internationalen Tag der Menschenrechte, ein besonderes Geschenk von den Kalahari Buschleuten an Botswanas Hochkommissariat in London.

Die Regierungsvertreter bekamen als Geschenk verpackte Wasserflaschen überreicht, mit dem Label „Thirsty Still“. Damit wollen die Buschleute internationale Aufmerksamkeit auf ihre Notlage lenken. Drei Jahre nachdem ihnen bei einem historischen Gerichtsprozess das Recht zugesprochen wurde, zu ihrem angestammten Land zurückzukehren, verweigert ihnen Botswanas Regierung weiterhin den Zugang zu Wasser in ihrem Reservat.

Infolge ihrer Vertreibung aus dem Central Kalahari Game Reserve im Jahr 2002 brachten die Buschleute Botswanas Regierung vor Gericht. Der Prozess war das längste Gerichtsverfahren in der Geschichte des Landes. Am 13. Dezember 2006 entschied der Oberste Gerichtshof Botswanas, dass die Vertreibung der Buschleute durch die Regierung „unrechtmäßig und verfassungswidrig“ sei und dass die Indigenen in ihr angestammtes Land zurückkehren dürften.

Drei Jahre später setzen die Buschleute einen neuen Gerichtsprozess in Gang um sich für ihr Recht auf den Zugang zu Wasser in ihrem Reservat einzusetzen. Die Regierung fördert den Tourismus in dem Reservat und hat einem Safarianbieter bereits genehmigt, eine Touristen-Lodge mit Swimmingpool zu errichten. Den Buschleuten hingegen ist unterlassen, die Wasserbohrlöcher zu benutzen. Sie müssen stattdessen einen 400km langen Umweg auf sich nehmen, um Wasser von außerhalb des Reservats zu beziehen.

Heute Morgen, bei der Überreichung der Wasserflasche an Botswanas Hochkommissariat, sagte der Weihnachtsmann: „Ich wünsche der Regierung von Botswana fröhliche Weihnachten und hoffe aufrichtig, dass sie den Buschleuten ein fröhliches Fest bereitet, in dem sie ihnen erlaubt ihr grundlegendstes Menschenrecht auszuüben: den Zugang zu Wasser auf ihrem eigenen Land.“

 

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