Laut einem Regierungsvertreter in Botswana soll das Land der Buschleute „den Wildtieren vorbehalten bleiben“

CKGR, Botswana 2004.

" />

'Buschmann' Kinder, CKGR, Botswana 2004.


© Survival International

Ein hoher Regierungsbeamter Botswanas hat behauptet, dass das Central Kalahari Game Reservat (CKGR), die angestammte Heimat der Gana Gwi Buschleute, „ den Wildtieren vorbehalten bleiben sollte“, trotz der Tatsache, dass das Höchste Gericht des Landes beschlossen bereits hat, dass die Buschleute ein Recht hätten dort zu leben.

Trevor Mmopelwa, der Direktor der Wildtier- und Nationalparks, argumentiert, dass, wenn man Menschen erlaubt, im CKGR zu leben, würde das „das Management des CKGR extrem schwierig machen, weil so zwei widerstreitende Rechte nebeneinander existieren würden“. Er vergaß dabei einzuräumen, dass das Höchste Gericht schon 2006 verkündet hatte, dass die Buschleute das verfassungskonforme Recht haben, in dem CKGR zu leben, da es sich „um legal berechtigte Argumente handele“.

Das CKGR wurde 1961 zum Schutz des Lands der Buschleute eingerichtet. Dennoch vertrieb die botswanische Regierung die Buschleute 2002 illegal von ihrem Land und verbot ihnen den Zugang zu einem Bohrloch, auf das sie als Wasservorrat angewiesen waren.

Während die Buschleute weiterhin davon abgehalten werden, das Bohrloch zu nutzen, hat Präsident Khama, der die Lebensweise der Buschleute als „archaische Fantasie“ abtut, einigen Safarihütten die Genehmigung erteilt, neue Bohrlöcher im CKGR auszuschachten. Eine dieser Hütten, die diesen Monat öffnet, hat sogar einen Swimmingpool.

Der Kommentar von Herrn Mmopelwa, der in der ‘Botswanas Sunday Standard’ Zeitung abgedruckt wurde, war eine Antwort auf die Antragsstellung der Buschleute für einen weiteren Prozess um den Zugang zu dem Bohrloch.

Präsident Ian Khama, der seit den Wahlen im Oktober wieder im Amt ist, ist ein Vorstandsmitglied von Conservation International.