Guarani Mann gefoltert und ermordet

"Guarani Männer"
"Guarani Männer"
© João Ripper/Survival

Ein Mitglied der Guarani Indigenen in Brasilien wurde das neueste Opfer in einer Reihe von Morden infolge von Zugriffen auf das Land des Volkes in Brasilien.

Der Mann, Osmair Martins Ximenez, war Angehöriger der Guarani im Süden Brasiliens. Zwei weitere Mitglieder seiner Gemeinde, Kuretê Lopez und Ortiz Lopez, wurden 2007 von bewaffneten Männern getötet, als sie versuchten, ihr angestammtes Land wieder zu besiedeln. Die Schützen waren von Viehzüchtern angeheuert worden.

Die Guarani von Kurusu Mba fordern, dass ihre Landrechte so bald als möglich anerkannt werden. „Wir werden vom langen Warten langsam ungeduldig; es nimmt uns die Lebenskraft und setzt uns einem Genozid aus.”

Am 8. Dezember wurden etwa 20 Guarani gefoltert als sie versuchten, ihr angestammtes Land von Mbaraka’y in der Gemeinde von Iguatemi, an der Grenze zu Paraguay, zurückzufordern.

Die Guarani in dieser Region wurden in the 1950ern von Viehzüchtern von ihrem land vertrieben. Seitdem leben sie in überfüllten Reservaten von Sassoró and Porto Lindo.

Wachmänner der Viezüchter attackierten die Guarani im Umkreis ihrer Rinderfarmen welche jetzt das Land der Indigenen besetzen.

Die Männer schlugen die Indigenen, banden ihnen die Hände und Füsse und warfen sie auf Lastwägen. Fünf wurden angeschossen.

Die fünf Guarani wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Der Rest der Gruppe lebt weiter am Strassenrad, ohne Wasserversorgung oder Verpflegung.

Es handelt sich bereits um die dritte Ausseinandersetzung zwischen der indigenen Gruppe und Viezüchten in den letzten zwei Monaten im Staat von Mato Grosso do Sul.

Ende Oktober verschwanden die Guarani Lehrer Rolindo Vera und Genivaldo Vera, als bewaffnete Männer in ihre Gemeine in der Nähe von Paranhos eindrangen. Die Leiche von Genivaldo wurde später gefunden, Rolindo wird noch vermisst.

In 2007 urteile der Oberste Staatanwalt, dass Brasiliens Regierung eingreifen und das Land vermessen und demarkieren solle. Farmer und Viezühchter widersetzen sich jedoch dem Unterfangen, und haben es mit Unterstützung der lokalen Regierung zum Stillstand gebracht.