Verwandte unkontaktierter Indigener verurteilen die Gründung eines „Reservats“ 6 Januar 2010

Bulldozer rücken in das Land der Ayoreo ein. © GAT/Survival
Bulldozer rücken in das Land der Ayoreo ein. © GAT/Survival
© GAT/Survival

Die Verwandten eines der weltweit letzten unkontaktierten Völker haben die Pläne eines brasilianischen Unternehmens verurteilt, Teile ihres Landes in ein „Naturreservat“ umzuwandeln.

Das Unternehmen, Yaguarete Pora S.A., gab seine Pläne bekannt, nachdem es tausende Hektar des angestammten Landes des Volkes zerstört hatte und dafür in der paraguayanischen und internationalen Presse stark kritisiert worden war.

Die Angehörigen des Volkes der Ayoreo-Totobiegosode schrieben dem Umweltminister von Paraguay, dass die Pläne ein „Reservat“ zu schaffen, Paraguays und internationales Recht verletzt. Dem Volk der Totobiegosode wurde das Land bereits 1993 legal zugesprochen, dennoch befindet sich der Großteil nach wie vor in privatem Besitz.

„Wir sind diejenigen, die die Erhaltung der Wälder auf unserem Land in Übereinstimmung mit unseren Traditionen sichern. Wir sind diejenigen, die in den Wäldern leben und wir sind diejenigen, die sich darum kümmern“, so der Brief der Totobiegosode Organisation OPIT an den Umweltminister.

„Es wird Zeit, dass Ihr Ministerium dieses große Problem für die Totobiegosode und ihrem angestammten Land löst. Sie haben bereits gesehen, was mit unseren Wäldern und den Orten, die uns in unserer Geschichte so viel bedeuten, passiert. Die Orte, wo wir immer schon gelebt haben und wo unsere Verwandten immer noch ohne Kontakt leben. Wir bitten Sie nochmals dringend, uns auf diesem langen Weg, den wir seit 1993 gehen, zu unterstützen.“

Der Direktor von Survival, Stephen Corry, sagte heute zu den Reservatsplänen: „ Das ist ein abwegiger Versuch um von der Tatsache abzulenken, dass Yaguarete den größten Teil des Totobiegosode-Landes zerstört hat und dies auch weiterhin vorhat. Es bedeutet zudem, dass das Unternehmen im Besitz des Landes bleibt anstatt es den Totobiegosode zu übertragen. Das ist ein PR-Gag der ganz üblen Sorte.“

 

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