Regierung startet „Amazonasauktion“ im April 14 Januar 2010

Perupetro verhandelt mit Öl- und Gasunternehmen. © Survival
Perupetro verhandelt mit Öl- und Gasunternehmen. © Survival
© Survival

Die Regierung Perus hat angekündigt, Ende April eine Versteigerung von Öl- und Gasförderungslizenzen zu halten.

Diese Ankündigung kam von Daniel Saba, dem Chef von Perupetro. Das staatliche Erdölunternehmen ist für die Öl- und Gasförderung in Peru und für die Verhandlung von Verträgen mit den Unternehmen verantwortlich.

Laut Perus staatlicher Presseagentur, hofft Perupetro, dass große Öl-Unternehmen wie Total oder Exxon Mobil bei der Auktion mitbieten.

Viele der Förderlizenzen beziehen sich auf Amazonasgebiete, wobei die exakte Lokalisierung der betroffenen Gebiete weiterhin unklar bleibt. Survival bittet die peruanische Regierung dringend, jegliche Öl- oder Gasförderung in den Gebieten, die von unkontaktierten Völkern bewohnt werden, zu unterbinden. Dies gilt für alle Regionen, wo die Regierung nicht das vorherige und freie Einverständnis der dortigen Bewohner erhalten hat.

Die Versteigerung war bereits für letzten August angesetzt gewesen, wurde aber zweimal aufgeschoben. Die Werbung für die Auktion beginnt Perupetro nun am 10. Februar in Houston, Texas.

Bereits in den 1990ern hatte Mobil, jetzt Teil von Exxon Mobil, im Südosten Perus Öl gefördert, in einem Gebiet wo sich unkontaktierte Gruppen befinden. Erst nach den internationalen Kampagnen von Survival und FENAMAD hatte Mobil von diesem Projekt Abstand genommen.

 

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