„Avatar“ ist Realität für Indigene weltweit 27 Januar 2010

Nachdem der Film „Avatar“ mit dem Hauptpreis der Golden Globes ausgezeichnet wurde, erklären Indigene, der Film erzähle die reale Geschichte ihres gegenwärtigen Lebens.

Ein Penan Mann aus Sarawak, dem malaysischen Teil der Insel Borneo, sagte zu Survival International: „Die Penan können nicht ohne den Regenwald leben. Der Wald sorgt für uns, und wir sorgen für ihn. Wir verstehen die Pflanzen und die Tiere, weil wir hier seit vielen, vielen Jahren leben, seit der Zeit unserer Vorfahren.“

„Die Na’vi in „Avatar“ weinen, weil ihr Wald zerstört wird. Bei uns Penan ist es das Gleiche. Holzfällerunternehmen schlagen unsere großen Bäume nieder und verschmutzen unsere Flüsse. Und die Tiere, die wir jagen, sterben.“

Jumanda Gakelebone von den Buschleuten der Kalahari sagte: „Wir Buschleute sind die Erstbewohner des südlichen Afrikas. Die Rechte auf unser Land werden uns verweigert. Wir appellieren an die Welt, uns zu helfen. „Avatar“ macht mich glücklich, da der Film der Welt zeigt, was es bedeutet, ein Buschmann zu sein, und was unser Land uns bedeutet. Land und Buschleute – das ist das Gleiche.“

Davi Kopenawa Yanomami, der auch als „Dalai Lama des Regenwalds“ bekannt ist, erklärte: „Meine Yanomami haben immer in Frieden mit dem Wald gelebt. Unsere Vorfahren lehrten uns, unser Land und die Tiere zu verstehen. Wir haben dieses Wissen sorgsam verwendet, da unsere Existenz davon abhängt. In unser Yanomami-Land sind Goldgräber eingedrungen. Ein Fünftel unseres Volkes starb an Krankheiten, die wir nie gekannt hatten.“

„Avatar“-Regisseur James Cameron erhielt letzte Woche den Golden Globe für beste Regie, „Avatar“ wurde als bester Film ausgezeichnet. Cameron gab bei der Verleihung eine der zentralen Ideen des Films preis.

„ „Avatar“ fordert uns auf zu sehen, dass alles miteinander verbunden ist.“, sagte er in seiner Dankesrede. „Alle Menschen miteinander, und wir mit der Erde.“

Cameron wurde bei der Formulierung der Sprache der Na’vi von der Sprache der Maori Indigenen in Neuseeland inspiriert.

Survival-Direktor Stephen Corry sagt: „So wie die Na’vi den Wald von Pandora als „ihr Ein und Alles“ bezeichnen, sind für die meisten indigenen Völker Leben und Land schon immer zutiefst miteinander verbunden gewesen.“

„Die grundlegende Geschichte von „Avatar“ spielt sich – mit Ausnahme der vielfarbigen Lemuren, der Pferde mit langem Rüssel und der kriegerischen Androiden – wieder und wieder auf unserem Planeten ab.“

„Genau wie den Na’vi aus „Avatar“ droht den letzten verbliebenen indigenen Völkern – vom Amazonas bis Sibirien – die Vernichtung, da mächtige Kräfte aus Profitgier ihr Land einnehmen. Hierzu zählen Besiedlung, Abholzung und Bergbau.“

„Eine der besten Möglichkeiten, das Naturerbe unserer Welt zu schützen ist erstaunlich simpel: Indem die Landrechte indigener Völker gesichert werden.“

Zum Thema „Avatar” und indigene Völker können Sie von Survival International einen Feature-Artikel zur Veröffentlichung erhalten.
Kontaktieren Sie Alice Bayer: ab@survivalinternational.org

 

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