HIV erreicht die Yanomami im Amazonas 1 Februar 2010

Yanomami Mutter und Kind
Yanomami Mutter und Kind
© Steve Cox/Survival

Die brasilianische Gesundheitsbehörde FUNASA hat den ersten Fall von HIV unter den Yanomami-Indigenen im nördlichen Brasilien bestätigt.

FUNASA berichtete von 28 Fällen von HIV unter den Indigenen im Amazonasstaat Roraima. Die Mehrheit der Fälle betrifft Frauen, in zwei Fällen handelt es sich um Kinder.

Mit etwa 32.000 Mitgliedern zählen die Yanomami zu einem der größten, relativ isoliert lebenden indigenen Völkern in Südamerika. Sie leben im Grenzgebiet von Venezuela und Brasilien.

1992 wurde der 9.6 Millionen Hektar große „Yanomami-Park“ auf der brasilianischen Seite der Grenze gegründet, um dem Recht der Yanomami nachzukommen, ungestört auf ihrem Land zu leben. In Venezuela leben die Yanomami im 8.2 Millionen Hektar großen Alto Orinoco – Casiquiare Biosphärenreservat.

Trotz dieser Maßnahmen leiden die Yanomami immer noch unter den über 1000 Goldgräbern, welche illegal im Yanomami-Gebiet arbeiten und so die Flüsse und Wälder mit Quecksilber verschmutzen. Sie sind es auch, die tödliche Krankheiten wie Malaria und möglicherweise HIV/AIDS an die Ureinwohner übertragen.

Auch Viehzüchter dringen auf das Land der Indigenen ein und holzen die Wälder im östlichen Randgebiet des Reservates ab.

Die Yanomami-Organisation Hutukara appellierte bereits mehrmals dringlich an die brasilianische Regierung, die illegalen Goldgräber und Viehzüchter von ihrem Land zu vertreiben – die Regierung hat bis jetzt noch nichts unternommen.

Der Survival Bericht Fortschritt Kann Töten erklärt, wie Eindringlinge Prostitution, Missbrauch von Frauen und Kindern und Geschlechtskrankheiten in indigene Gebiete bringen können.

 

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