Medien kritisieren Staudammleitung 2 März 2010

Arbeiten an Dämmen auf dem angestammten Land der Penan © Survival
Arbeiten an Dämmen auf dem angestammten Land der Penan © Survival
© Survival

Der Geschäftsführer eines Unternehmens, dass ein riesiges Dammprojekt auf dem angestammten Land der Penan auf dem malaysischen Teil von Borneo betreut, gerät in seinem Heimatland Norwegen wegen der Verletzung indigener Rechte ins Rampenlicht.

Norwegens Dagbladet hinterfragte gegenüber Torstein Sjøtveit, dem Geschaftsführer von Sarawak Energy, die Auswirkungen die der Staudamm auf die Penan haben würde. Sjøtveit behauptete jedoch, dass die Penan konsultiert worden seien und dass seine Firma die einschlägigen Regelungen der Vereinten Nationen (UN) beachten würde.

UN Abkommen schreiben vor, dass derartige Bauvorhaben auf dem Land von Indigenen nur mit derem freien, vorherigen und gut informiertem Einverständnis stattfinden dürften. Aber die Penan, die von dem hydroelektrischen Murum Damm betroffen sind sagen, dass ihnen keine andere Wahl gelassen wurde als ihr Land zu verlassen.

Das Dagbladet zitiert einen Penan namens Matu: „Diejenigen, die unser Land nehmen wollen…werden uns nicht erlauben zu fischen, zu jagen oder Beeren und Pflanzen zu sammeln.”

Sjøtveit sagte dem Dagbladet, dass 1350 Menschen von dem Murum Damm betroffen sein würden. Er sagte außerdem: „Wir stehen vor einem Dilemma zwischen der Weiterentwicklung der Ressourcen der breiten Gesellschaft und den Wünschen der Indigenen, die dort bleiben und leben wollen wo sie sind.”

Im September wurden sechs Penan und neun weitere Indigene festgenommen, als sie versuchen bei den zuständigen Regierungsbehörden von Sarawak ein Statement zu ihrem Widerstand gegen die Dämme einzureichen.

Die Menschenrechtskommission von Malaysia schreibt in einem Bericht zum Bau des Murum Damms: „Anstatt den indigenen Gemeinschaften die Wahl zu lassen, ob sie umgesiedelt wollen oder nicht, waren die „Beratungen” die von der Regierung durchgeführt wurden lediglich ein Mittel, um die Gemeinschaften über die Regierungsentscheidung und deren Auswirkungen zu informieren.”

Der Murum Damm ist der Erste einer neuen Reihe von hydroelektrischen Großbauprojekten, die von der Regierung von Sarawak geplant wurden und die tausende Indigene vertreiben wird. Kritiker in Malaysia argumentieren, dass die Dämme den Energiebedarf von Sarawak übersteigen.

Die Penan, die für den schon bestehenden Bakun Damm umgesiedelt wurden, können weder jagen noch sammeln und haben Schwierigkeiten, ausreichend Nahrung auf den ihnen zugewiesenen kleinen Parzellen anzubauen.

 

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