Kalahari Experte: Buschmänner würden im Reservat besser leben 5 Mai 2005

Der Kalahari-Ökologe Arthur Albertson berichtete diese Woche vor Botswanas Oberstem Gerichtshof, daß die Gana- und Gwi-Buschmänner in der Zentralen Kalahari, wo sie jagen und sammeln können, bessere Lebensbedingungen hätten, als in den staatlichen Zwangsansiedlungslagern. Albertson sagte aus, dass die Buschmänner keinen negativen Einfluß auf die Wildbestände der Kalahari hätten, und daß sich die Wildbestände in dem Gebiet vergrößert hätten.

Die historische Klage der Buschmänner gegen die Regierung Botswanas ging diese Woche weiter. Der Gerichtshof wird noch bis zum 16. Juni tagen.

Die Buschmänner kämpfen für das Recht, in ihr angestammtes Land im Zentral Kalahari Wildreservat zurückzukehren und dort frei zu sammeln und zu jagen.

Die Verhandlung begann im Juli 2004, wurde aber mehrmals für längere Zeit vertagt. Bisher haben neun Zeugen ausgesagt, und allein Albertsons Zeugenaussage dauerte zwanzig Tage. Diese Woche kündigte Staatsanwalt Sidney Pilane an, weitere 30 Zeugen in den Zeugenstand zu berufen. Pilane scheint das Verfahren weiter verzögern zu wollen, indem er gegen jede Frage des Anwalts der Buschmänner Einspruch erhebt.

Die Diskussion um diesen Fall nahm kürzlich eine neue Wende – die Regierung brachte einen Gesetzesentwurf ins Parlament ein, der den Schutz der Buschmänner aus der Verfassung streichen soll. Die fraglichen Passagen bilden den Schwerpunkt der Forderungen der Buschmänner.

Survival wird weiter regelmäßig über diesen Fall berichten — auf der neuen Webseite: http://www.survival-international.de

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