Venezuela: Behörden untersuchen Tod einiger Yanomami 23 April 2010

"Junge der Yanomami"
"Junge der Yanomami"
© Fiona Watson/Survival

Behörden in Venezuela untersuchen den Tod von sechs Yanomami Indianern im Amazonasgebiet.

Es wird angenommen, dass vier erwachsene Yanomami aus der Alto Orinoco Region an verschmutztem Wasser verstorben sind. Das Wasser soll durch Quecksilber von Golgräbern beinträchtigt worden sein. Darüber hinaus sind zwei Kinder der Yanomami zu Tode gekommen, nachdem sie aller Wahrscheinlichkeit nach von Unbekannten mit einer flüssigen Substanz besprüht wurden.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Umstände der Todesfälle zu klären.

Dem Volk der Yanomami gehören circa 32.000 Personen an. Sie leben in den Regenwäldern und Bergen des südlichen Venezuelas und des nördlichen Brasiliens. Goldgräber schürfen illegal auf dem Land der Yanonami. Berichten zufolge, nimmt die Anzahl der Goldgräber momentan zu.

Die Bergarbeiter bedrohen das Leben der Indigenen. Durch ihr Eindringen nehmen Gewalt und Krankheiten, gegen die die Yanomami kaum Abwehrkräfte besitzen, zu.

Das Quecksilber, welches die Goldgräber zum Schürfen einsetzen, verschmutzt die Flüsse aus denen die Yanomami ihr Trinkwasser gewinnen. Der Lärm der Generatoren und Bagger vertreibt zudem das Wild in der Region – eine wichtige Quelle von Proteinen für die Indigenen.

In den 1980er Jahren, drangen bereits schon einmal bis zu 40.000 Goldgräber in das Gebiet der Yanomami ein. An den Folgen starben damals ungefähr 20 Prozent des Volkes.

Survival hat an sich an die Regierungen von Venezuela und Brasilien gewandt, mit der dringenden Bitte alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die illegalen Goldgräber aus dem Gebiet auszuweisen. Zudem müssen Maßnahmen eingeleitet werden, um ein erneutes Eindringen zu verhindern.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Linda Poppe
T: +49(0)30 72 29 31 08
E: presse@survivalinternational.de

 

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