Gründe der Regierung für Vertreibung der Buschmänner als falsch erwiesen 19 Mai 2005

Der Stellvertretende Direktor des Kalahari-Wildreservats, Jan Broekhuis, hat vor Gericht zugegeben, daß er 2001 einen Vorschlag der Buschmänner ignorierte, welcher die Wasserversorgung der Buschmänner ohne Kosten für die Regierung gesichert hätte. Er erklärte, die Regierungspolitik schriebe vor, daß innerhalb des Reservates keinerlei Dienstleistungen geleistet werden können.

Obwohl er für die Regierung erschien, zeigt seine Aussage, daß deren Behauptung, sie hätte die Buschmänner vertrieben, weil deren Versorgung mit Leistungen wie Wasserlieferungen zu teuer sei, ein Vorwand ist.

Er gab auch zu, daß seit 2002 jeder Buschmann, der in seine Heimat zurückkehren will, eine Erlaubnis beantragen muß, und diese, wenn überhaupt, immer nur für wenige Tage gewährt wird. Die Anträge müssen schriftlich eingereicht werden (die meisten Buschmänner sind Analphabeten), und zwar auf einem 200 km entfernten Amt. Auf die Frage, ob solche Anträge ein Problem für die Buschmänner wären, behauptete der Stellvertretende Direktor, keine Kenntnis vom Bildungsgrad der Buschmänner zu haben.

Letzte Woche erklärte Jan Broekhuis überraschend, daß es möglich sei, die Instandhaltung des Reservates zu planen, ohne zu wissen, ob dort überhaupt Buschmänner leben würden oder nicht.

 

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