Norwegen trennt sich von Anteilen an malaysischem Holzunternehmen

Ein Holzfäller mit Holzstämmen aus der Region der Penan.
Ein Holzfäller mit Holzstämmen aus der Region der Penan.
© Andy Rain/Nick Rain/Survival

Die norwegische Regierung hat den malaysischen Nutzholzlieferanten Samling aufgrund ethischer Bedenken von seinem Pensionsfund ausgeschlossen. Samling ist an der Abholzung des noch verbliebenen Waldes des Jäger-Sammler-Volkes der Penan beteiligt.

Das norwegische Finanzministerium hat auf Empfehlung des Ethikrates des staatlichen Pensionsfunds seine Anteile an Samling verkauft. Der Ethikrat hatte die Aktivitäten von Samling untersucht und fand Beweise für systematische, illegale Abholzungen und „umfassende Schäden für den Wald und die Umwelt.“

„Die Entscheidung diese Unternehmen auszuschließen … basiert auf der Einschätzung des Ethikrates, dass sie zu grob unethischem Verhalten beitragen oder selbst dafür verantwortlich sind,“ sagte Finanzminister Sigbjørn Johnsen.

Samling hat große Teile des Landes der Penan in Sarawak, dem malaysischen Teil der Insel Borneo, verwüstet. Für die Penan ist der Wald Nahrungsquelle und Heimat; seine Zerstörung hat sie in die Armut getrieben.

Im Dezember 2009 reichten fünf Penan-Gemeinden Klage gegen Samlings Tochterfirmen ein. Ein Fall anderer Penan Gemeinden ist seit 1998 anhängig.

Ein Angehöriger der Penan sagte gegenüber Survival International : „Samling versucht alle Bäume in unserem Wald zu fällen. Wenn sie in das Gebiet kommen, werden wir alles verlieren.“

„Wenn alle verantwortlichen Investoren, insbesondere jene die öffentliche Gelder verwalten, Unternehmen meiden würden, die die Rechte indigener Völker verletzten und ihr Land zerstören, würde dies ein deutliches und längst überfälliges Signal senden. Diese Unternehmen sollte man boykottieren. Der Rückzug der norwegischen Regierung ist daher ein Schritt in die richtige Richtung,“ sagte Stephen Corry, Direktor von Survival International.