Weltweiter Aufschrei bewirkt den Schutz isolierter Indianer 27 Mai 2005

Ein brasilianischer Richter hat nach internationalen Protesten den Schutz
eines isolierten Stammes im Amazonasgebiet wiederhergestellt. Der Fall hatte
weltweit für Aufregung gesorgt, nachdem derselbe Richter kürzlich das
Territorium des Stammes für Holzfirmen öffnete.

Holzfirmen roden den Wald trotz wiederholter Berichte über die Existenz
eines isolierten Indianerstammes in der Gegend. Es wurden verlassene
Indianerdörfer, zu den Flüssen führende Fußspuren und andere Zeichen, die
auf ein fluchtartiges Verlassen der Dörfer hinweisen, gefunden. Die Indianer
leben in den Bundesstaaten Mato Grosso und Amazonas.

Es gelang den Holzfirmen schon mehrere Male, den gerichtlichen Schutz der
Indianer auszuhebeln. Sie stehen außerdem im Verdacht, schon einige Indianer
erschossen zu haben. Deshalb besteht nun ernsthafter Grund zur Sorge, dass
es zu gewaltsamen Vergeltungsaktionen seitens der Holzfäller kommen könnte,
die ihrerseits auch ein weiteres Mal versuchen könnten, die gerichtliche
Verfügung anzufechten.

Der Generaldirektor von Survival, Stephen Corry, sagte heute: "Die brasilianische Regierung muss unverzüglich Schritte einleiten, um den Gerichtsbeschluss zu forcieren – sie muss die Holzfäller aus dem Gebiet entfernen und das Land der Indianer von Rio Pardo demarkieren und anerkennen. Wenn sie dies nicht tut, dann wird dieser kleine Stamm, dessen Namen wir noch nicht einmal kennen, bald für immer verschwunden sein."

In der Zwischenzeit wird eine Delegation von Indianern aus Mato Grosso, dem
Bundesstaat, der in den Jahren 2003 und 2004 50% der Waldvernichtung im
Amazonasgebiet erlitten hat, in die Hauptstadt Brasília reisen und dort für
den Schutz ihres Landes vor Holzfällern, Sojafirmen und Viehzuchtbetrieben
kämpfen.

Mehr Informationen erhalten Sie von Survival Deutschland; per Tel.: ++49 (0)30 29002372 oder per Email: info@survival-international.de

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