Alternativer Nobelpreis für Unterstützer brasilianischer Indianer

"Dom Erwin Kräutler, Bischof von Xingu, wurde mir den Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet."
"Dom Erwin Kräutler, Bischof von Xingu, wurde mir den Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet."
© Prelazia do Xingu

Ein führender Unterstützer der Rechte brasilianischer Indianer hat gestern den als Alternativen Nobelpreis bekannten Right Livelihood Award erhalten.

Dom Erwin Kräutler, Bischof von Xingu in der brasilianischen Amazonas-Region, erhielt die Preis „für ein Leben, den Rechten indigener Völker gewidmet, und für sein unermüdliches Engagement, den Urwald des Amazonas vor der Zerstörung zu bewahren“.

Dom Kräutler wuchs in Österreich auf aber lebt seit mehr als vierzig Jahren in Brasilien. In dieser Zeit hat er an unzähligen Protesten für die Rechte indigener Völker teilgenommen und ist zu einem starken Unterstützer ihrer Anliegen geworden.

Kräutler hatte sich unter anderem in diesem Jahr bei Protesten kritisch gegenüber dem Mega-Staudamm Belo Monte geäußert. Der Staudamm wird die Gebiete von mehreren Indianer Gemeinden in der Xingu Region fluten.

Aufgrund seines Engagements erhielt Kräutler mehrere Todesdrohungen und steht inzwischen ständig unter Polizeischutz.

Im März diesen Jahres besuchte er auch die Guarani im Süden Brasiliens, deren Land ihnen von Farmern und Viehzüchtern genommen wurde. „Wir bringen euch unsere Solidarität und wie bekräftigen unsere Zusagen euch in eurem Kampf zu unterstützen,“ erkläret er gegenüber den Gemeinden.

Bischof Kräutler ist auch Präsident von CIMI, einer führenden Organisation zur Unterstützung indigener Rechte in Brasilien.