WikiLeaks: USA erneuerte Kooperation mit Indonesien nach „Drohung“ 22 Dezember 2010

Das Videomaterial von der Folter zweier Männer hat Empörung und Entsetzen ausgelöst.
Das Videomaterial von der Folter zweier Männer hat Empörung und Entsetzen ausgelöst.
© Survival

Kürzlich durch WikiLeaks veröffentlichte Depeschen der US-Regierung zeigen, dass Indonesien damit drohte den Besuch von Präsident Obama in diesem Jahr zu behindern, sollten die USA nicht ihren Bann militärischer Hilfe gegenüber Indonesiens berüchtigter Eliteeinheit Kopassus aufheben.

Die USA hatten Kopassus vor mehr als einem Jahrzehnt aufgrund von Menschenrechtsverletzungen wie Tötungen, Verschwindenlassen und Folter von militärischen Trainings und Kooperation mit den USA ausgeschlossen. Im Juli dieses Jahres wurde das Kooperationsverbot aufgehoben.

Depeschen der US-Botschaft in Jakarta enthüllen nun, dass Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono den Bann gegenüber Kopassus als „Lackmustest der bilateralen Beziehungen“ zwischen den USA und Indonesien bezeichnete. „Der Besuch von Präsident Obama wird nicht erfolgreich sein, wenn dieses Problem nicht vor seinem Besuch gelöst ist,“ sagte Yudhoyono gegenüber Repräsentanten der USA.

Survival International hat die USA dazu aufgerufen die militärische Hilfe an Jakarta einzustellen, solange Tötungen und Folter von Menschen in West Papua durch indonesische Einheiten nicht aufhören.

Kurz vor Obamas Besuch in Indonesien im November, war schockierendes Videomaterial aufgetaucht, das zeigt, wie indonesische Soldaten zwei Bewohner des Hochlandes in West Papua foltern.

Die indigenen Völker von West Papua leiden seit Jahrzehnten an der Gewalt durch das indonesische Militär.

 

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