Sprecher der Buschleute verhaftet 26 Januar 2011

Der Anwalt Gordon Bennett vertrat die Buschleute bereits bei ihrem Sieg vor dem Obersten Gericht 2006.
Der Anwalt Gordon Bennett vertrat die Buschleute bereits bei ihrem Sieg vor dem Obersten Gericht 2006.
© Survival

Menschenrechts-
anwalt bleibt in der Wüste zurück

Der bekannte indigene Aktivist Jumanda Gakelebone wurde am Wochenende festgenommen und über Nacht in Gewahrsam gehalten, als er das Gebiet der Buschleute in Botswanas Central Kalahari Game Reserve (CKGR) durchquerte. Er war mit dem Anwalt der Buschleute unterwegs, der sich mit seinen Klienten im CKGR über ein laufendes Berufungsverfahren beraten wollte. Der Anwalt wurde ohne Führer und Übersetzer in der Wüste zurückgelassen.

Gakelebone, Mitglied der Buschleute-Organisation First People of the Kalahari, wurde festgenommen, da er ohne Genehmigung in dem Reservat reiste. FPK führt seit Jahren eine Kampagne für das Recht der Buschleute, auf ihrem angestammten Land im CKGR zu leben.

„[Die Verhaftung] zeigt die Absichten der Regierung. Ich betrachte [das Reservat] als mein Zuhause. Ich wurde hier geboren. Ich brauche keine Genehmigung,“ sagte Mr. Gakelebone gegenüber Survival International nach der Freilassung.

Gakelebone war mit dem Anwalt Gordon Bennett kurz nach einer wichtigen Anhörung unterwegs, bei der sich die Buschleute für den Zugang zu Trinkwasser auf ihrem Land einsetzten. Eine Entscheidung in dem Fall wird für morgen erwartet.

Die Buschleute wurden 2002 gewaltsam von ihrem Land im Reservat vertrieben. Vier Jahre später sprach ihnen ein Gericht in einer Grundsatzentscheidung das Recht zu, auf ihr Land zurückzukehren. Seitdem hat die Regierung das Leben in dem Reservat unerträglich gemacht, indem es den Buschleuten sowohl Jagen als auch den Zugang zu einem Brunnen untersagt.

Die Weigerung der Regierung, den Buschleuten die Nutzung des Brunnens zu erlauben, ist unter anderem von der Afrikanischen Menschenrechtskommission ACHPR und der UN verurteilt worden. Kürzlich von WikiLeaks veröffentlichte Depeschen haben auch gezeigt, dass der US-Botschafter die Regierung für ihre Behandlung der Buschleute kritisierte.

Vergangene Woche erteilte die Regierung Botswanas dem Konzern Gem Diamonds eine Genehmigung für den Bau einer US$3 Milliarden Diamantenmine in einer der Buschleute Gemeinden.

 

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  • Schreiben Sie Ihrem oder Ihrer Abgeordneten im Parlament oder der botswanischen Vertretung in ihrem Land.

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