Lügen der Regierung über Jagd der Buschmänner aufgedeckt

Ein Regierungszeuge im Buschmann-Prozess gab gestern zu, dass es keine haltbare Indizien dafür gebe, dass die Buschmänner des Zentral Kalahari Wildreservats jemals Schusswaffen zur Jagd benutzt oder zu viele Tiere gejagt hätten.

Die Regierung Botswanas hat die Vertreibung der Buschmänner stets damit zu rechtfertigen versucht, dass die Buschmänner ihren "traditionellen Lebensstil radikal verändert hätten" und nun für gewöhnlich Tiere mit großkalibrigen Gewehren aus Geländefahrzeugen heraus jagen würden.

Der Zeuge – Joseph Matlhare, der frühere Direktor der Wildschutzbehörde – konnte auch seine Behauptung nicht beweisen, dass die Anwesenheit der Buschmänner vor ihrer Vertreibung 2002 einen negativen Einfluss auf die Tierbestände im Reservat gehabt hätte.

Als er gefragt wurde, ob denn Diamantenförderung im Reservat von einem ökologischen Standpunkt aus gesehen keine unakzeptablen Störungen verursachen würde, antwortete Matlhare: "Ich verstehe Ihre Frage nicht – 'akzeptabel oder unakzeptabel'. Wenn man Bergbau betreiben will, dann muss man eben Störungen in Kauf nehmen."

Stephen Corry, der Generaldirektor von Survival, sagte heute: "Sowohl die Regierung von Botswana als auch De Beers behaupteten stets steif und fest, dass die Buschmänner im Reservat mit Gewehren und Geländefahrzeugen jagen würden. Dieses falsche und schädliche Argument wurde nun vor Gericht entkräftigt. Es ist wirklich tragisch, dass es erst zu einem langen und teuren Gerichtsprozess kommen musste, um die Wahrheit ans Licht zu bringen."

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