Staudamm im Brasilien: Rodung für den Bau beginnt 14 März 2011

"Indianer fordern einen Baustopp von Belo Monte. "
"Indianer fordern einen Baustopp von Belo Monte. "
© M. Cowan/ Survival

Bauarbeiter haben begonnen, Land im brasilianischen Amazonasgebiet zu roden, um Platz für den umstrittenen Belo Monte Staudamm zu schaffen.

Letzte Woche hatte Norte Energia S.A., das Unternehmen welches den Bau durchführt, Angestellte zum geplanten Standort des Staudammes entsandt, um erste Infrastruktur für das Projekt zu errichten.

Im Januar hatte die staatliche Umweltbehörde eine Teilgenehmigung für den Bau von Belo Monte erteilt. Diese wurde kurz darauf wieder entzogen, als ein Richter urteilte, dass der Damm Umweltstandards nicht einhält. Letzte Woche hat einen höheres Gericht diese Entscheidung wiederum gekippt.

Der Belo Monte Damm wäre, falls er gebaut wird, der drittgrößte Staudamm der Welt. Durch den Bau werden große Waldareale zerstört und die Fischbestände in den Flüssen drastisch verringert, auf die Tausende von Indigenen aus der Region angewiesen sind um zu überleben.

Hunderte von Indigenen verschiedener Völkern haben gegen den Bau des Staudammes protestiert und warnen, dass der Xingu Fluss zu einem „Fluss des Blutes“ werden wird und der Bau einen „Krieg“ auslösen könnte.

Letzte Woche haben drei indigene Anführer in London vor dem Bürogebäude der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES demonstriert, die die finanziellen Mittel für einen großen Teil des Projekts bereitstellt.

Sheyla Juruna, eine Angehörige des Juruna-Volkes aus der Xingu-Region sagte über Belo Monte und andere Staudämme im Amazonas-Gebiet: „Die Dämme werden irreversible kulturelle, soziale und ökologische Schäden verursachen. BNDES finanziert durch die Investitionen in das Bauprojekt die Zerstörung des Regenwalds. Wir werden wie Tiere behandelt – alle unsere Rechte werden verletzt.“

Mitglieder indigener Völker übergaben Brasiliens neuer Präsidentin, Dilma Roussef, letzten Monat eine Petition, die von einer halben Million Menschen unterschrieben worden war und einen Stopp des „katastrophalen“ Projekts fordert.

Heute findet eine große Protestaktion der Indigenen der Xingu-Region statt, die beim gemeinsamen Fischen auf ihre Situation aufmerksam machen wollen.

Weitere Genehmigungen müssen beantragt werden, bevor der Staudamm vollständig errichtet werden kann.

 

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