Indianischer Führer ermordet 14 Januar 2003

Marcos Veron, einer der wichtigsten Anführer des Guarani-Kaiowá Stammes in Brasilien, ist von Bewaffneten ermordet worden. Veron war ca. 70 Jahre alt, und ist einer von drei brasilianischen Indianern, die seit Neujahr ermordet wurden. Er war der Kopf der Gemeinschaft, die seit über fünfzig Jahren versucht, ihr von Viehzüchtern besetztes Land zurückzuerlangen.

 Seit einigen Monaten hatte die Gemeinschaft sich am Rand eines Highways niedergelassen, mit dem Versuch, einen Teil ihres Landes wiederbesetzen zu können. Sie wurden jedoch von bewaffneten Polizisten und Soldaten weggetrieben.

 Im Jahr 2000 besuchte Veron Europa, um Survivals Bericht zur Geschichte der brasilianischen Indios, 'Enterbte', publik zu machen. Er sagte, 'Die Viehzüchter schießen auf uns, brennen unsere Häuser nieder und ermorden unsere Kinder. Sie versuchen uns loszuwerden… Daher müssen wir diesen weiten Weg auf uns nehmen, um unsere Rechte einzufordern.'
Der Verlust des Landes an die Viehzüchter hat innerhalb der Guarani-Kaiowá Gemeinschaft zu einer Krise geführt: Sie haben mittlerweile die weltweit höchste Selbstmordrate.

 Während der kurzen Wiederbesetzung des ihm angestammten Landes sagte Veron, 'Dies ist mein Leben, meine Seele. Wenn ihr mich von diesem Land vertreibt, nehmt ihr mir das Leben.'

 Stephen Corry, Direktor von Survival, sagte heute dazu: 'Marcos' Worte sind auf eine tragische Art und Weise wahr geworden. Die schreckliche Notlage der Guarani-Kaiowá, sowie vieler anderer Stämme in Brasilien, ist das dringendste Thema, das sich dem neuen Präsidenten stellen wird.'

Mehr Informationen erhalten Sie von Survival Deutschland; per Tel.: ++49 (0)30 29002372 oder per Email: info@survival-international.de

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