Schweiz prüft Finanzen des Ministerpräsidenten Sarawaks

Bei seinem England-Besuch im letzten Jahr wurde Ministerpräsident Taib Mahmud von Demonstranten empfangen.
Bei seinem England-Besuch im letzten Jahr wurde Ministerpräsident Taib Mahmud von Demonstranten empfangen.
© Survival

Die Schweiz hat eine Untersuchung der Anlagen des Ministerpräsidenten von Sarawak, Taib Mahmud, in schweizer Banken angeordnet.

Sarawak ist ein Bundesstaat im malaysischen Teil von Borneo und wird bereits seit 30 Jahren von Taib Mahmud regiert. Es liegen schwere Anschuldigungen der Korruption vor, die zum Großteil auf der Webseite Sarawak Report veröffentlicht wurden. Darüber hinaus ist das Regime für die Zerstörung großer Teile des Waldes in Sarawak verantwortlich.

In einem Brief an den Bruno Manser Fonds hat die Schweizer Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey die Verantwortung des Landes unterstrichen, gegen Korruption vorzugehen.

Calmy-Rey erwägt die Möglichkeit, die Konten Mahmuds einzufrieren und versicherte, dass sie die Angelegenheit an FINMA, die Finanzmarktaufsichtsbehörde der Schweiz, weitergeleitet hat.

Die Penan auf der Insel Borneo sehen ihr Land durch Abholzungen gefährdet, welche von der Regierung Mahmuds in Auftrag gegeben wurden. Viele der beauftragten Unternehmen hegen enge Beziehungen zu dem Minister und dessen Familie und Verbündete. 

Das Leben der Penan hängt vom Wald ab. Durch dessen Abholzung verschwindet das Wild, die Flüsse verschlammen, und die Früchte des Waldes werden vernichtet, was zur Folge hat, dass die Penan ihre Familien nicht mehr ernähren können.

Taib Mahmud beschrieb einst, dass das Volk sich „wie Tiere im Dschungel“ benehme und dass sie in die „Mainstream“ Gesellschaft eingebürgert werden sollten. Ähnliche Beispiele zeigen jedoch, dass die erzwungene Entwicklung und die Vertreibung von indigenen Völkern von ihrem angestammten Land verheerende Konsequenzen haben kann.