Akademiker wurde wegen “Verbindungen zu Survival” deportiert 17 Juni 2005

Seine Entscheidung, den australischen Professor Ken Good als "Bedrohung für die nationale Sicherheit" zu deportieren, begründete Botswanas Präsident Mogae damit, dass dieser in Verbindung zu Survival International stand.
 
Präsident Mogae beschrieb die internationale Besorgnis über Professor Goods Abschiebung als "großes ‘Trara' nur wegen der Deportation eines einzelnen, einsamen weißen Mannes".
 
Der Präsident behauptete ferner fälschlicherweise, dass Professor Good gemeinsam mit Survivals Generaldirektor Stephen Corry "zahlreiche Aufsätze geschrieben" hätte, in denen sie "Botswanas Diamanten als Blutdiamanten beschrieben" hätten.
 
Professor Good, der vor seiner Abschiebung 15 Jahre lang an der Universität von Botswana gearbeitet hatte, wurden innerhalb von zehn Tagen seine beiden Computer gestohlen.
 
Die botswanische Zeitung Mmegi berichtete diese Woche, dass Präsident Mogae eine Pressekonferenz mit Informationen beendete, nach denen ihn niemand gefragt hatte: Er bestritt, dass seine Agenten in Goods Wohnung eingebrochen waren und seine Computer gestohlen haben.
 
Professor Good sagte heute: "Ich habe weder jemals Botswanas Diamanten als ‘Blutdiamanten' bezeichnet, noch mich mit Survival International ‘verbündet', um Botswanas ‘Diamanten für Entwicklung'-Kampagne zu sabotieren. Ich hatte aber selbstverständlich Korrespondenz mit Survival International, genau wie mit zahlreichen anderen Akademikern und Nichtregierungsorganisationen. Die einzige Möglichkeit, wie Mogae von meiner E-Mail-Korrespondenz erfahren konnte, war den Inhalt meiner Computer zu lesen."
 
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Survival Deutschland per Telefon: (+49) (0)30 29002372 oder per email: info@survival-international.de

 

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