Eröffnung von De Beers’ Promi-Geschäft in New York 20 Juni 2005

New York: Am Mittwoch Abend (22.06.05, 17:30-21:00 Ortszeit) werden bei der Eröffnung des ersten Geschäftes von De Beers in den USA (703 Fifth Avenue, New York) Demonstranten der Menschenrechtsorganisation Survival International vor dem Geschäft eine Mahnwache abhalten. Ankommende Prominente werden darum gebeten, das Geschäft nicht zu betreten. Der Grund dafür ist die Vertreibung der Buschmänner aus der Kalahari. Gloria Steinhem, die bekannteste Feministin des Landes, wird ebenfalls an der Mahnwache teilnehmen. Survival ruft außerdem zum Boykott von De Beers auf.
 
De Beers ist in eine anhaltende intensive Debatte über die Vertreibung der letzten verbleibenden Gana und Gwi Buschmänner sowie der Bakgalagadi des Zentral Kalahari Wildreservates in Botswana verstrickt. De Beers besitzt Konzessionen über ein großes diamantenhaltiges Gesteinsdepot in dem Gebiet und stellt weitere Untersuchungen dort an. De Beers behauptet, die Funde in dem Gebiet wären "unrentabel". Aber die Firma hat mehrere Millionen Dollar in das Gebiet investiert und besitzt eine Lizenz, die sie dazu berechtigt, dort in Zukunft Bergbau zu betreiben.
 
Die botswanische Regierung und De Beers streiten beide ab, dass die Vertreibung der Buschmänner etwas mit Diamanten zu tun hätte. Dennoch wurde den Buschmännern von Regierungsmitarbeitern gesagt, dass "die Menschen weggejagt werden müssen, wenn irgendwo Diamanten gefunden werden".
 
Supermodel Iman – ehemals das ‘Gesicht von De Beers' – hat, nachdem sie von Survival International schriftlich dazu aufgefordert wurde, bekannterweise ihren Vertrag mit De Beers gekündigt. Auch das britische Supermodel Erin O'Connor distanzierte sich von De Beers und erklärte: "Ich glaube nicht, dass ein Job wie dieser (für De Beers zu werben) mich erfüllen oder glücklich machen würde. Ich würde hier klar Stellung beziehen und ‘nein' sagen." Survival bittet derzeit auch das neue ‘Gesicht von De Beers', das britische Model Lily Cole, ihren Vertrag mit der Firma zu kündigen.
 
Stephen Corry, Generaldirektor von Survival International, sagte heute: "Wir rufen De Beers dazu auf, Druck auf die botswanische Regierung auszuüben, um diese zur Umkehrung ihrer katastrophalen Politik zu bewegen. Wir werden unsere Kampagne nicht beenden, bis es den Buschmännern erlaubt sein wird wieder nach hause zurückzukehren."

Für detailierte Informationen über die Rolle von Diamanten bei der Vertreibung der Buschmänner der Kalahari, besuchen Sie bitte: http://www.survival-international.de/related_material.php?id=102
 
Für mehr Informationen über unsere Kampagne für die Buschmänner der Kalahari, besuchen Sie bitte: http://www.survival-international.de/tribes.php?tribe_id=75

 
Oder kontaktieren Sie Survival Deutschland; per Tel.: ++49 (0)30 29002372 oder per Email: info@survival-international.de

 

Nachrichtenbericht teilen

 

Werden Sie für die Buschleute aktiv

Ihre Unterstützung ist entscheidend für das Überleben der Buschleute. Es gibt mehrere Möglichkeiten zu helfen.

  • Schreiben Sie Ihrem oder Ihrer Abgeordneten im Parlament oder der botswanischen Vertretung in ihrem Land.

Abonnieren

Hier können Sie sich eintragen, wenn Sie eine monatliche E-Mail mit Neuigkeiten über indigene Völker erhalten möchten:

Abonnieren Sie unsere Newsfeeds:

 

oder folgen Sie uns im Netz:

News-Archiv