Neue Hinweise: Unkontaktierte Amazonas-Indianer bedroht 2 September 2011

"Die unkontaktierten Indianer in dieser Region machten im Februar 2011 weltweit Schlagzeilen"
"Die unkontaktierten Indianer in dieser Region machten im Februar 2011 weltweit Schlagzeilen"
© G. Miranda/FUNAI/Survival

Ein Expeditions-Team in Brasiliens westlichem Amazonasgebiet wies kürzlich auf neue Zeichen von unkontaktierten Indianern hin. Es scheint, dass sich die Indianer in andere Teile des Waldes bewegen.

Wahrscheinlich zwingt der zunehmenden Druck durch Öl-Erkundung, illegales Roden und Drogenhandel an der naheliegenden peruanischen Grenze die Indianer in Richtung brasilianisches Gebiet.

Unkontaktierte Indianer sind aber auch dort in Gefahr: Drogenhändler drangen letzten Monat in einen Teil des brasilianischen Amazonasgebietes ein. Man fürchtet, dass es auch zu gewaltsamen Übergriffen auf die unkontaktierten Indianer dort kam.

Mit den Eindinglingen steigt auch das Risiko eingeschleppter Krankheiten, gegen die die unkontaktierten Indianer keine Immunität haben. Herkömmliche Krankheiten wie eine Erkältung oder Grippe könnten sie töten.

Lucas Manchineri vom Manchineri-Volk sagte: “Wir bitten um die Unterstützung der brasilianischen und peruanischen Regierungen, um die Kontrolle und Aufsicht über das Gebiet zu verstärken.”

Die Expedition wurde von der brasilianischen Behörde für indigene Angelegenheiten FUNAI, der pro-indianischen Kommission des Bundesstaates Acre und dem indigenen Bund aus Madre de Dios in Peru (FENAMAD) organisiert.

Anfang des Jahres hatte Survival Filmmaterial veröffentlicht, das unkontaktierte Indianer an der Grenze von Brasilien und Peru in bis dahin einzigartiger Präzision zeigte. Die Aufnahmen waren bei einem Überflug entstanden.

Survival appelliert mit Nachdruck an die peruanischen und brasilianischen Regierungen, das Land der unkontaktierten Indianer vor Eindringlingen zu schützen.

 

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