Zwei Tote und 40 Verletzte nach Eingriff der Polizei in Panama

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Ein einwöchiger Protest endete am Sonntag gewaltsam, nachdem die Polizei gegen eine Gruppe Ngobe-Buglé-Indianer aus der Chiriquí-Provinz im Westen Panamas eingesetzt wurde.

Die Demonstranten hatten einen Teil der panamerikanischen Autobahn – die wichtigste Verkehrsverbindung zwischen Nord- und Südamerika – blockiert. Am Sonntag hatte die Polizei dann Tränengas benutzt, um den Protest aufzulösen.

Dabei wurde Jerónimo Rodríguez Tugrí, Angehöriger der Ngobe-Buglé, erschossen und vierzig weitere Menschen verletzt.

Ein indigener Jugendlicher, der sechzehnjährige Mauricio Méndez, wurde in der Nähe eines anderen Protestortes tot gefunden. Die Umstände beider Todesfälle sind noch unklar.

Ausgelöst wurden die Proteste durch die Sorge um neue Gesetzesvorhaben, die Bergbau- und Staudammprojekte auf dem Land der Ngobe-Buglé erlauben könnten.

Wegen des übermäßigen Einsatzes von Gewalt gegen indigene Gruppen sind Panamas Regierung und Polizei von vielen Seiten verurteilt worden.

Die Vereinten Nationen haben Journalisten mitgeteilt, dass der UN-Sonderberichterstatter für die Rechte indigener Völker, James Anaya, Panama besuchen wird sobald ein Termin bestätigt ist.

Am Dienstag einigten sich Demonstranten und Regierung darauf sich aus dem Gebiet zurückzuziehen. Eine vollständige Klärung der Vorfälle steht noch an.