Indigenen-Organisation erhält renommierten spanischen Preis

Makuxi mit paishara Kostümen bei einem Treffen über ihre Landforderungen, Raposa Serra do Sol, Brasilien.
Makuxi mit paishara Kostümen bei einem Treffen über ihre Landforderungen, Raposa Serra do Sol, Brasilien.
© Fiona Watson/Survival

Die brasilianische Organisation CIR – Indigener Gemeinderat von Roraima (Conselho Indígena de Roraima) – hat den Preis der spanischen Regierung Bartolomé de las Casas gewonnen.

Der Preis, der 50.000 Euro wert ist, wird Organisationen oder Menschen verliehen, die in ihrer Arbeit für die Rechte und Werte indigener Völker herausragende Leistungen vollbracht haben.

Mit dem Preis honoriert die Jury in diesem Jahr die Arbeit, die die Organisation CIR seit über 40 Jahren für die indigenen Völker des Staates Roraima im Norden Brasiliens leistet.

Die Jury betonte, dass die Arbeit der Organisation in den Bereichen Gesundheit und Bildung für die Völker, mit denen CIR arbeitet, von großer Bedeutung ist.

CIR sagte: “CIR und die indigenen Völker aus Roraima fühlen sich durch diese wichtige Anerkennung von der spanischen Regierung und vielen anderen Menschen und Institutionen geehrt. Es motiviert uns, den Kampf für die Rechte unserer Völker in Roraima, in Brasilien und überall auf der Welt noch intensiver zu führen”.

Einer der größten Erfolge von CIR war die Kampagne für die Abgrenzung des Raposa-Serra do Sol-Gebietes, wo jetzt etwa 20.000 Indianer verschiedener Völker leben.

CIR stärkt weiterhin seinen Kampf für indigene Völker. Schwerpunkte sind zur Zeit der mögliche Bau eines Staudammes in Raposa-Serra do Sol und illegale Goldminen im Yanomami -Gebiet.

Um sich gegen die politischen und wirtschaftlichen Interessen, sowohl wie gegen den Rassismus, unter dem die indigene Bevölkerung Roraimas leidet, durchzusetzen, ist die Arbeit der Organisation CIR äußerst wichtig.

Die peruanische Indigenen-Organisation FENAMAD gehört zu den bisherigen Preisträgern. Davi Kopenawa – Schamane und Sprecher der Yanomami, der sich dafür einstetzt, dass das Yanomami-Gebiet von Goldgräbern und anderen Drohungen geschützt wird – erhielt 2009 einen Ehrenpreis.