Unkontaktierte Mashco-Piro durch Wachposten geschützt

Noch nie zuvor wurden unkontaktierte Indianer aus dieser Nähe aufgenommen
Noch nie zuvor wurden unkontaktierte Indianer aus dieser Nähe aufgenommen
© Jean-Paul Van Belle

Einwohner, die in der Nähe des unkontaktierten Mashco-Piro-Volkes leben – dessen Bilder im Januar um die Welt gingen – , möchten einen Wachposten zum Schutz sowohl der Indianer als auch der lokalen Bevölkerung bauen.

Immer häufiger werden die Mashco-Piro an Flussufern in der Nähe der Diamante-Gemeinschaft im Südosten Perus gesichtet, was Angst vor unerwünschtem Kontakt auslöst.

Kleine Gruppen Mashco-Piro-Männer haben mehrmals Pfeile auf Touristen und Angestellte der Parkbehörden geschossen. Im November starb Nicolás (Shaco) Flores, Diamante-Einwohner, nachdem er von einem Pfeil getroffen wurde.

Die regionale Indigenen-Organisation FENAMAD und Diamante-Einwohner, die von Piro-Abstammung sind, haben letzte Woche formal vereinbart, einen Wachposten zu bauen.

Der Posten soll von der lokalen Bevölkerung betrieben werden und dazu dienen, das Gebiet vor Eindringlingen zu schützen, darunter illegale Holzfäller, die in der Region sehr aktiv sind.

FENAMAD-Leiter Jaime Corisepa sagte: “Die Gemeinde sollte sich des Schutzes und der Verteidigung dieser (unkontaktierten) Völker bewusst sein und sich daran beteiligen.”

Letzten Monat hat Survival Nahaufnahmen des Volkes veröffentlicht und dadurch Tausende Unterschriften aus der ganzen Welt gesammelt, um die Regierung zum Schutz des Indianer-Landes aufzufordern.

Die Organisation FENAMAD hat bekanntgegeben, dass sie mit Perus Indianer-Behörde INDEPA und den Behörden des Nationalparks zusammenarbeitet, um das Land der Mashco-Piro zu sichern.