Brasilien verletzt Rechte der Indigenen, sagt UN-Sonderorganisation

Kayapó-Indianer tanzen bei einem Anti-Staudamm Protest (2006)
Kayapó-Indianer tanzen bei einem Anti-Staudamm Protest (2006)
© Terence Turner

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, hat Brasiliens Regierung kritisiert, weil sie die Rechte indigener Völker nicht respektiert hat.

Indem sie die indigene Bevölkerung zum Bau des Belo Monte-Megadamms nicht konsultiert hat, ist Brasilien gegen das internationale Abkommen ILO 169 für die Rechte indigener Völker verstoßen.

Brasiliens Indianer haben mehrere Großproteste gegen den Staudamm organisiert, der ihren Regenwald zerstören wird. Die schlimmsten Auswirkungen könnten die unktontaktierten Indianer treffen, die in diesem Gebiet leben.

Während sie Europa besuchte, um das Bewusstsein über die Gefahren des Dammes zu schärfen, sagte die indigene Sprecherin Sheyla Juruna: “Die Dämme werden kulturelle, soziale und ökologische Zerstörungen verursachen, die nicht rückgängig gemacht werden können. Wir werden wie Tiere behandelt – es werden alle unsere Rechte verletzt.”

Brasiliens Staatsanwaltschaft und die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte haben die Regierung aufgefordert, den Bau des Damms zu unterbrechen bis die Rechte der indigenen Bevölkerung respektiert werden. Dennoch werden die Bauarbeiten fortgesetzt.

Die ILO hat darauf gedrängt, dass die Indianer konsultiert werden “bevor es zu spät ist, um die möglichen negativen Auswirkungen [des Dammes] rückgängig zu machen”.

Survival bittet alle Regierungen ILO 169, das einzige internationale Übereinkommen für indigene Völker, dringend zu ratifizieren.