Buschmänner gehen gegen Diamantenausstellung an – Survival protestiert 4 Juli 2005

Buschmänner der Kalahari verurteilten die Diamantenausstellung (‚Diamonds'), die diese Woche im Londoner Naturhistorischen Museum eröffnet und von De Beers gesponsert wird. Das Museum wies die Anfrage der Buschmänner zurück, das Problem ihrer Vertreibung von ihrem Land in die Ausstellung aufzunehmen – von welcher viele glauben, dass sie stattfand, um De Beers den Weg zu zukünftigem Diamantenabbau zu ebnen.
 
Unterstützer der Buschmänner protestieren am Mittwoch den 6.Juli am Rande der Feierlichkeiten zur Ausstellungseröffnung. Nach Berichten gehören zu den eingeladenen Prominenten auch Nicole Kidman, Gwyneth Paltrow und Scarlett Johannson.
 
Das Supermodel Iman „kündigte als das Gesicht De Beers…nachdem Sie Briefe von der Menschenrechtsorganisation Survival International erhalten hatte". Das britische Supermodel Erin O'Connor distanzierte sich ebenfalls von De Beers mit der Begründung: „Ich glaube nicht, dass eine solche Betätigung (das Gesicht de Beers zu sein) in irgendeiner Weise mein Leben bereichert oder mich glücklich macht. Ich möchte Stellung beziehen und sage nein." Survival hält nun das neue Gesicht De Beers', Lily Cole, dazu an zu kündigen.
 
Im letzten Monat hielten Survival und die wegweisende amerikanische Feministin Gloria Steinem eine Mahnwache bei der Eröffnung des ersten Geschäfts von De Beers in New York ab. Survival Unterstützer hielten die US-amerikanischen Celebrities Teri Hatcher und Lindsay Lohan dazu an, die Kette der Demonstranten nicht zu durchschreiten.
 
Der Buschmann Roy Sesana schrieb an das Naturhistorische Museum in London: „Die ganze Welt hörte unsere Schreie. Sie wissen, dass wir von unserem Land verjagt wurden – dem Land, auf dem wir seit tausenden von Jahren leben – wegen der Diamanten, die darunter liegen… Bitte helfen Sie De Beer nicht, unser Leiden geheim zu halten."
 
Der Generaldirektor von Survival, Steven Corry, sagte heute: „Die meisten der qualitativ hochwertigen Diamanten der Welt stammen von De Beers in Botswana. Als die Buschmänner vertrieben wurden, wurde ihnen gesagt, es geschähe, um den Weg frei für die Diamanten zu machen. Wie kann ihre Zerstörung von einem der vorrangigsten Museen der Welt so komplett ignoriert werden ohne den Anschein zu erwecken, kommerzielles Sponsoring hätte Vorrang gegenüber objektiver Bildung? Es ist eine große Werbeshow für Diamanten auf Kosten der Öffentlichkeit und das Museum sollte sich schämen."
 
Sieben Buschmänner wurden im letzten Monat von Wildschutzbeamten im Kaudwane Zwangsansieldungslager in Botswana gefoltert.


Fotos und Filmmaterial sind erhältlich.  Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Survival Deutschland per Telefon: (+49) (0)30 29002372 oder per email: info@survival-international.de

 

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