Mord an Teenager: Guarani fordern Ermittlungen 18 März 2013

"Guarani-Indianer sind nach Brasilia gereist, um auf die Gewalt aufmerksam zu machen, mit der sie konfrontiert sind."
"Guarani-Indianer sind nach Brasilia gereist, um auf die Gewalt aufmerksam zu machen, mit der sie konfrontiert sind."

© MPF/Survival

Angehörige der Guarani sind in Brasiliens Haupstadt Brasilia gereist, um auf die “Missachtung” und die “ständigen Menschenrechtsverletzungen” aufmerksam zu machen, mit denen sie konfrontiert sind und die eine Welle von Tod und Gewalt in ihren Gemeinden hervorgerufen haben.

Vergangenen Monat wurde der 15-jährige Guarani-Junge Denilson Barbosa erschossen. Laut Berichten soll der Eigentümer der Ranch, die einen Teil des angestammten Landes der Guarani-Indigenen besetzt, der Täter sein.

Seitdem haben mehrere Gemeinden Einschüchterungen und das Abfeuern von Schreckschüssen durch Söldner gemeldet. Die Todesursache drei weiterer Guarani ist unbekannt; die Todesumstände werden als rätselhaft betrachtet.

Anonyme Anrufer haben Anführern der Guarani mit dem Tod bedroht. Diese sind nun besorgt, dass sie von den Söldnern der Viehzüchter überwacht werden.

Weil sie durch Viebetriebe und Zuckerrohrplantagen einen großen Teil ihres Landes verloren haben, müssen Tausende Guarani nun in überfüllten Reservaten oder Lagern am Straßenrand leben. Ihre Bemühungen, ihr angestammtes Land zurückzugewinnen, das gemäß brasilianischem und internationalem Recht ihnen gehört, enden oft mit Gewalt.

Bei mehreren Terminen mit Regierungsvertretern in Brasilia, hat die Delegation von sieben Guarani-Anführern an die Behörden appelliert, das Land der Guarani zu kartieren und unverzüglich ein Notprogramm zur verbesserten Sicherheit umzusetzen.

Die Guarani forderten auch, gegen den Viehzüchter, der für Barbosas Tod verantwortlich sein soll, zu ermitteln und ihn vor Gericht zu stellen.

In den letzten Jahrzehnten wurden viele Guarani von Söldnern umgebracht. In nahezu allen Fällen blieben die Taten ungestraft.

Anfang des Jahres begangen Hunderte Guarani den 10. Jahrestag des Mordes am angesehenen Anführer Marcos Veron. Seine Mörder sind noch immer frei.

Survival setzt sich dafür ein, dass die Guarani ihr angestammtes Land zurückbekommen, bevor weitere Morde geschehen.

In einer Erklärung sagten die Guarani: “Wir Guarani … sind sicher, dass nur die endgültige Kartierung und Rückgabe unseres angestammten Landes dem indigenen Elend und Hunger ein Ende setzen, und der nächsten Guarani-Generation ein würdevolleres Leben gewährleisten wird.”

 

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