Erfolg: Russlands Indigenen-Organisation wieder aktiv 25 März 2013

Ewenken-Junge mit Rentieren.
Ewenken-Junge mit Rentieren.
© Raipon/Survival

Die russischen Behörden haben RAIPON, der Oganisation für die indigenen Völker Russlands, erlaubt ihre Tätigkeiten wieder aufzunehmen. Im November 2012 war RAIPON vom russichen Justizministerium mit einem Betätigungsverbot belegt worden.

Als offizielle Erklärung für das Betätigungsverbot wurde die Nichtübereinstimmung der Satzung von RAIPON mit Bundesgesetzen vorgebracht. Viele glauben aber, das Verbot sei ein Versuch gewesen, die Opposition gegen den Rohstoffabbau in Sibirien zu unterdrücken. Dies sei Teil einer Razzia gegen Organisationen mit Beziehungen zum Ausland.

RAIPON, 1990 gegründet, vertritt 270.000 Angehörige indigener Völker. Die Organisation hat indigenen Völkern in einigen der abgelegensten und unwirtlichsten Gebieten der Welt ein Stimme gegeben.

Zusammen mit anderen Organisationen hat Survival International wegen des Betätigungsverbotes gegen die russische Regierung protestiert und sie aufgefordert, RAIPON weiterhin die Vertretung der indigenen Völker Russlands zu erlauben.

In einem auch an Survival gerichteten offenen Brief schreibt RAIPONs Vizepräsident Rodion Sulyandziga: “Ich möchte mich ganz herzlich bei all denen bedanken, die in diesen schwierigen Tagen und Monaten zu uns gestanden und sich solidarisch engagiert haben, die in der Lage waren zu verstehen und die mit uns in immer neue Höhen vorgestoßen sind, die nicht stumm geblieben sind und uns nicht im Stich gelassen haben. Danke für euer Engagement und eure Solidarität. Dies ist ein gemeinsamer Erfolg.”

 

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