Vertreibung von Buschleuten vorerst gestoppt

"Die Regierung Botswanas hat wiederholt versucht Buschleute von ihrem angestammten Land zu vertreiben, doch viele haben sich entschlossen gewehrt."
"Die Regierung Botswanas hat wiederholt versucht Buschleute von ihrem angestammten Land zu vertreiben, doch viele haben sich entschlossen gewehrt."
© Dominick Tyler/Survival

Die für Dienstag geplante Vertreibung von Buschleuten aus der Gemeinde Ranyane im südlichen Botswana, wurde durch einen Gerichtserlass vorerst gestoppt.

Am Dienstag (28. Mai) entschied Botswanas Oberstes Gericht, dass der Fall zunächst bis Mitte Juni suspendiert wird, wenn die Buschleute wieder vor Gericht erscheinen müssen, um ihre Landrechte zu verteidigen.

Regierungsvertreter waren bereits in Ranyane angekommen, um die Bewohner umzusiedeln. Einige Betroffene sollen Rentner sein, die schon auf dem Land geboren wurden.

Das Gebiet liegt in einem “Wildkorridor”. Den Buschleuten wurde gesagt, dass ihre Gemeinden die freie Wanderung der Tiere stören.

Ein Angehöriger der Ranyane-Buschleute berichtete heute gegenüber Survival International: “Bitte sagt euren Unterstützern herzlichen Dank dafür, dass sie an die Regierung geschrieben haben. Behördenvertreter kamen, um mein Volk wegzuschaffen, aber wir weigerten uns zu gehen. Wir werden zurück vor Gericht gehen, um unser Land zu verteidigen.”

Survival wird auch weiterhin Bemühungen der Buschleute in Ranyane unterstützen, auf ihrem angestammten Land zu bleiben.