In Bildern: Indigene Feste zeigen menschliche Vielfalt 28 August 2013

Brasiliens Enawene Nawe versammeln sich vor dem Haiti, dem Haus der heiligen Flöten, um ihr viermonatiges Fischfang-Ritual Yãkwa zu feiern.
Brasiliens Enawene Nawe versammeln sich vor dem Haiti, dem Haus der heiligen Flöten, um ihr viermonatiges Fischfang-Ritual Yãkwa zu feiern.
© Fiona Watson/Survival

Während auch diesen Sommer Tausende auf Festivals feiern und tanzen, zeigt Survival International mit einer Fotostrecke, wie Feste und Rituale das Leben indigener Völker weltweit prägen.

Survivals neue Bildergalerie gewährt einmalige Einblicke in indigene Feste. Im Mittelpunkt steht dabei oft das angestammte Land indigener Völker, das ihre Lebensweisen ermöglicht, und die Geister, die über sie wachen. Die Galerie beschreibt auch einige der Gefahren, die indigenen Völkern heute durch den Verlust ihrer angestammten Gebiete drohen.

Die Galerie beleuchtet das viermonatige Yãkwa-Ritual der Enawene Nawe in Brasilien, bei dem Essen zwischen dem Volk und unterirdischen Geistern getauscht wird; das reiche und mit Opfergaben verbundene Erntefest der Dongria Kondh in Indien, bei dem ein heiliger Mann über heiße Kohlen laufen muss; und lebhafte Tanzrituale wie den Trance-Tanz der Buschleute im südlichen Afrika.

Ein Hamar aus dem Unteren Omo-Tal in Äthiopien muss erst über eine Gruppe von Rindern laufen, bevor er heiraten kann.
Ein Hamar aus dem Unteren Omo-Tal in Äthiopien muss erst über eine Gruppe von Rindern laufen, bevor er heiraten kann.
© Mario Gerth/Survival

Survivals Galerie zeigt auch wie junge Massai in Ostafrika mit der e unoto-Zeremonie den Übergang zum Mann begehen und wie Äthiopiens Hamar vor einer Heirat ihren Mut und ihre Kraft zeigen, indem sie über eine Gruppe Rinder laufen.

Doch wenn indigene Völker aus ihrer Heimat vertrieben und ihr Land im Namen des “Fortschritts” zerstört wird, wie es schon seit Jahrhunderten geschieht, verlieren indigene Völker nicht nur ihre Lebensgrundlage, sondern auch ihre Identität als Gruppe, die sich in ihren Festen widerspiegelt.

Brasiliens Awá etwa sind inzwischen als das bedrohteste Volk der Welt bekannt, denn ihr Regenwald verschwindet schneller als in jedem anderen indigenen Territorium im brasilianischen Amazonasgebiet und illegale Holzfäller greifen sie immer wieder an, wenn sie zur Jagd in den Wald gehen. Auch die Dongria Kondh kämpfen seit fast einem Jahrzehnt gegen ein Bauxit-Bergwerk in ihren heiligen Niyamgiri-Bergen.

Für ihr Vollmond-Ritual dekorieren sich Awá-Männer die Haare mit weißen Königsgeier-Federn. Die Awá sind das bedrohteste Volk der Welt, da ihr Wald rapide abgeholzt wird.
Für ihr Vollmond-Ritual dekorieren sich Awá-Männer die Haare mit weißen Königsgeier-Federn. Die Awá sind das bedrohteste Volk der Welt, da ihr Wald rapide abgeholzt wird.

© Toby Nicholas/Survival

Während Menschen weltweit feiern, brauchen indigene Völker die Unterstützung von Regierungen und Individuen, um ihr Land zu schützen und die Anerkennung ihrer Rechte zu erreichen. Survival International unterstützt seit über 40 Jahren indigene Völker bei dem Kampf um ihr Land.

Davi Kopenawa, ein Yanomami-Schamane, sagt: “Wir singen mit anderen Stimmen, aber wir singen über die gleiche Erde.”

Hinweis an die Redaktion:

Bitte kontaktieren Sie Survival International, wenn sie an der Veröffentlichung einer Auswahl der Fotos Interesse haben.

 

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