Angehöriger der Buschleute von Polizei geschlagen

"Mogolodi Moeti wurde von der paramilitärischen Polizei angegriffen, um anderen Verteidigern der Rechte der Buschleute als Beispiel zu dienen."
"Mogolodi Moeti wurde von der paramilitärischen Polizei angegriffen, um anderen Verteidigern der Rechte der Buschleute als Beispiel zu dienen."

© Survival International

Ein Angehöriger der Buschleute im Central Kalahari Game Reserve (CKGR) in Botswana wurde mit vorgehaltener Waffe bedroht und von Mitgliedern der paramilitärischen Polizei (SSG) geschlagen.

Mogolodi Moeti, ein langjähriger Verteidiger der Rechte der Buschleute, wurde in seinem Haus in New Xade, einem Umsiedlungslager der Regierung, von mehreren Mitgliedern der SSG und einem Parkwächter aufgesucht.

Moeti wurde mit einem Gewehrkolben geschlagen und sein Haus nach Fleisch durchsucht, das er illegal im CKGR gejagt haben sollte. Da sie nichts finden konnten, fuhren die Polizisten mit Moeti weg und brachten ihn später am selben Tag zurück, ohne ihn angeklagt zu haben.

Der Fall ist bei der lokalen Polizei eingereicht worden und wird gerade untersucht.

Der Vorfall ist der neueste in einer langen Gewaltgeschichte gegen die Buschleute durch die Polizei und Regierungsbeamte. Dazu gehören auch Schüsse auf Buschleute, die versuchten für ihre Familien Wasser ins CKGR zu transportieren.

1997, 2002 und 2005 fanden drei Wellen von Vertreibungen statt, während der die Buschleute mit Lastwagen der Regierung von ihrem angestammten Land innerhalb des Schutzgebietes abtransportiert und in Lagern abgeladen wurden, die sie später als “Orte des Todes” bezeichneten.

Trotz einer Entscheidung des Obersten Gerichtes 2006, die den Buschleuten das Recht erteilte in ihre Heimat im CKGR zurückzukehren und Jagdgenehmigungen zu beantragen, wurde der Mehrheit von ihnen verboten sich im Reservat niederzulassen, und es wurden keine Jagdgenehmigungen ausgestellt.

BBC berichtete vor kurzem über Alkoholismus und AIDS in den Lagern, in denen viele Buschleute seit über einem Jahrzehnt leben.

Moetis Angreifer sagten zu ihm, er sollte als Beispiel dienen, um andere davon abzuhalten, die Rückkehr in ihr Heimatgebiet zu wagen.

“Deshalb haben wir eurem Anwalt [der britische Anwalt der Buschleute, Gordon Bennett] die Einreise nach Botswana verboten: damit wir mit euch machen können, was wir wollen”, soll ein Mitglied der SSG zu Moeti gesagt haben.

Aus Protest gegen die Behandlung der Buschleute durch die Regierung ruft Survival International zu einem internationalen Urlaubsboykott für Botswana auf.

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