Hintergrundinformation

Wilderness Safaris

Das Reiseunternehmen Wilderness Safaris besitzt mehrere Touristenunterkünfte im südlichen Afrika.

Während die Regierung Botswanas den Buschleuten den Zugang zu Wasser verweigert, hat Wilderness Safaris eine Touristenlodge inklusive Bar und Swimmingpool auf dem Land der Indigenen eröffnet.

Das sagt Wilderness Safaris:

„Unsere Reisen verändern Leben.“

Wilderness sagt, dass seine Reisen das Leben von Menschen verändern. Dies trifft sicherlich auf das Kalahari Plains Camp zu. Es wurde ohne Absprache mit den Buschleuten eröffnet, obgleich es auf dem Land gebaut wurde, das seit Jahrtausenden von den Vorfahren der Indigenen bewohnt wurde.

Boykott von Wilderness Safaris
Menschen auf der ganzen Welt drücken ihre Ablehnung gegen Wilderness aus, indem sie das Unternehmen boykottieren.Besuchen Sie die Seite »

Wilderness Safaris hat das Land von Botswanas Regierung gepachtet und die Lodge darauf eröffnet. Die Regierung verspricht sich von dem Abkommen den Tourismus in dem Reservat zu fördern. Allerdings missachtet der Vertrag die Nutzungsrechte der Buschleute, die 2006 vom Obersten Gericht bestätigt wurden.

„Viele Buschleute-Gemeinschaften leben schon seit Jahrhunderten in dieser Gegend!“

Wilderness Safaris hat das Kalahari Plains Camp mitten auf dem angestammten Land der Kgei, einer Untergruppe der Gana-Buschleute, errichtet.

Die Grenzen des Gebiets wurden bei einer Konferenz der Organisation der Buschleute “First People of the Kalahari” und dem Ministerium für Wildleben und Nationalparks 2001 bestimmt.


© Survival

Das Oberste Gericht entschied, dass die Buschleute das durch Gesetz und Verfassung vorgegebene Recht haben, alle ihre Territorien zu nutzen und zu bewohnen, einschließlich des Landes, auf dem sich die Lodge befindet und der Umgebung, die für Zufahrtswege genutzt wird.

„Wasser ist die kostbarste Ressource in der Wüste.“

Wilderness Safaris weiß, dass Wasser in der Wüste essentiell ist und dass die Buschleute ohne Zugang zu Wasser um ihr Überleben kämpfen, einer Tatsache, die erst kürzlich vom UN-Sonderberichterstatter für indigene Völker betont wurde. Der Beauftragte bestätigte, dass die Buschleute in dem Reservat gefährdet sind, weil sie keinen Zugang zu Wasser haben. Wilderness hat dies jedoch nicht davon abgehalten, einen Swimmingpool im Camp zu bauen.

„Wir möchten lokale (Buschleute) Menschen in der Ökotourismusindustrie beschäftigen, zum Vorteil beider Seiten.

(Vom Schwesterunternehmen Safari Adventure )


© Survival

Obwohl Wilderness Safaris das Lager ohne Zustimmung der Buschleute eröffnet hat, behauptet es, mit ihnen zu kooperieren. Es gibt jedoch nichts am Kalahari Plains Camp, was beiden Seiten von Nutzen sein könnte. Das Camp erlaubt seinen Gästen ihre Cocktails zu schlürfen, während die von ihrer Wasserstelle verbannten Buschleute ums Überleben kämpfen und nach Wasser suchen müssen.

„Eine Wanderung durch die Natur, zusammen mit diesen weisen Buschleuten, wird Ihre Safari nicht nur bereichern, sie könnte auch Ihre Lebenseinstellung verändern!“

Wilderness Safaris benutzt die Buschleute, um Werbung für sein Camp zu machen. Es bietet Gästen einen informativen „Buschmann-Spaziergang“ an. Die Gäste könnte interessieren, dass, während sie bei ihrer Wanderung „Einsichten in die einzigartige Kultur dieses faszinierenden Volkes” erhalten, die Buschleute gezwungen sind, bis zu 480km zurückzulegen, um an Wasser zu gelangen.

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