Eilige E-Mail

Setze dich für das Überleben unkontaktierter Völker ein

Zwei männliche Angehörige der Piripkura, Tamandua und Baita, fotografiert während eines Treffens mit einer FUNAI-Einheit. Die beiden Männer hatten sporadischen Kontakt mit den lokalen FUNAI-Mitarbeiter*innen, kehrten aber schlussendlich in den Wald zurück.

Zwei männliche Angehörige der Piripkura, Tamandua und Baita, fotografiert während eines Treffens mit einer FUNAI-Einheit. Die beiden Männer hatten sporadischen Kontakt mit den lokalen FUNAI-Mitarbeiter*innen, kehrten aber schlussendlich in den Wald zurück.
© Bruno Jorge

Die Zukunft mehrerer unkontaktierter Völker wird sich in den kommenden Monaten entscheiden.

Ihre angestammten Wälder, tief im brasilianischen Amazonas-Gebiet, werden derzeit noch durch Notverordnungen vor der wirtschaftlichen Ausbeutung geschützt.

Diese Notfalldekrete verbieten es Holzfäller*innen, Bergleuten und anderen Außenstehenden das Land zu betreten. Ohne diesen Schutz würden die Wälder komplett zerstört werden – und die Völker, die sich um sie kümmern und von ihnen abhängig sind, könnten vernichtet werden.

Eines der Gebiete ist die Heimat der letzten Piripkura – Opfer des Landraubs und Überlebende einer Reihe von Massakern durch Eindringlinge.

Derzeit versuchen Indigenen-feindliche Politiker*innen und die Agrarindustrie, ermutigt durch Bolsonaros völkermörderische Angriffe auf indigene Völker, die Notverordnungen abzuschaffen, um das Land für Viehzucht, Holzabbau und Bergbau stehlen zu können. Das bringt ganze Völker in existenzielle Gefahr und könnte sie vernichten.


“Wenn sie sie töten, wird niemand übrig sein”

Rita Piripkura, deren unkontaktierte Verwandte in einem Gebiet leben, das von einem Notfalldekret geschützt wird

Bitte schreibe umgehend eine E-Mail an die brasilianische Regierung und fordere sie auf, die Notverordnungen zu verlängern, alle Eindringlinge auszuweisen, den vollständigen Schutz der Gebiete anzustreben und Brasiliens Genozid zu stoppen.

Darüber hinaus machen wir gemeinsam in den sozialen Medien Druck auf die brasilianische Regierung. Schau nach den Hashtags #AssinaFUNAI oder #Unkontaktiert und beteilige dich!

Am 16. September 2021 erneuerte FUNAI die Notverordnung zum Schutz des Piripkura-Territoriums, allerdings nur für sechs Monate. Der vorherige Erlass war drei Jahre lang gültig gewesen, und es wurde eine Verlängerung um einen ähnlichen Zeitraum erwartet.

E-Mails verschickt:  Helfen Sie uns 15.000 zu schaffen!



An: Minister Anderson Gustavo Torres, Herr Marcelo Augusto Xavier da Silva, Abgeordneter Arthur Lira und Senator Rodrigo Pacheco

Target email addresses:chefiadegabinete[email protected][email protected][email protected][email protected]

Sehr geehrter Minister Anderson Gustavo Torres, Herr Marcelo Augusto Xavier da Silva, Senator Rodrigo Pacheco und Präsident Arthur Lira,

Notfalldekrete zum Schutz indigener Gebiete („portarias de restrição de uso“) sind von zentraler Wichtigkeit für das Überleben unkontaktierter Völker - die gefährdetsten Gesellschaften des Planeten.

Die Bestrebungen, diese auszuhebeln oder die geschützten Gebiete zu verkleinern, stellen einen existenzbedrohenden Angriff auf Brasiliens indigene Völker dar und müssen gestoppt werden.

Mir ist bekannt, dass in den kommenden Monaten vier Notverordnungen auslaufen werden: 2021 die Beschränkungen für die indigenen Gebiete Jacareúba/Katawixi (AM) und Pirititi (RR); und Anfang 2022 die für die indigenen Gebiete Ituna Itatá (PA) und Piripkura (MT).

Ich fordere Sie auf, sich zu verpflichten:
- die Notfalldekrete zu verlängern;
- alle illegalen Eindringlinge aus den betroffenen Gebieten zu entfernen;
- und die Gebiete vollständig zu demarkieren, wie es die brasilianische Verfassung und internationales Recht vorschreiben.

Mit freundlichen Grüßen