Die Jarawa konnten bis 1998 den Kontakt mit der stetig wachsenden Anzahl indischer Siedler auf den Andamanen vermeiden. Heute sind sie stark gefährdet. Wilderer dringen immer wieder in ihren Wald ein und jagen die Tiere, auf die die Jarawa angewiesen sind. Mit ihrem Erscheinen kam es außerdem zu einem Anstieg der Gewalt, zum Auftreten von Krankheiten und zur Ausbeutung der Jarawa und ihres Landes.
Außenstehenden ist es verboten, die Jarawa Reservate zu betreten. Dennoch sind lokale Beamte oft an Vergehen beteiligt und somit geht die Wilderei weiter.
Die Hauptverkehrsstraße der Insel (die sogenannte ‘Andaman Trunk Road’) schneidet ihren Weg durch den Wald der Jarawa und bringt so Wilderer, Siedler und Touristen zum Kernland der Jarawa. 2002 ordnete Indiens Oberster Gerichtshof die Schließung dieser Straße an, jedoch verweigerten die lokalen Behörden die Befolgung des Urteils.
1999 und 2006 litten die Jarawa unter Masern-Epidemien – eine Krankheit, die nach dem Kontakt mit Außenstehenden bereits für viele indigene Völker zum Aussterben geführt hat.
Immer wieder hat sich gezeigt, dass das Schreiben von Briefen an Personen in einflussreichen Positionen das effektivste Mittel ist, konkrete Veränderungen für indigene Völker zu erwirken. Die Briefkampagnen von Survival haben indigenen Völkern geholfen die Anerkennung ihrer Landrechte durchzusetzen, Waldrodung und Bergbau auf ihrem Land zu stoppen oder Gewalt und Unterdrückung durch Regierungen zu unterbinden.
Ihr Brief kann tatsächlich die Situation der Jarawa in Indien verändern. Bitte schreiben Sie einen kurzen, höflichen Brief, eine Email oder ein Fax (auf Hindi, Deutsch, Englisch oder in Ihrer Muttersprache).
Sie können gerne den folgenden Text kopieren oder ihn als Anhaltspunkt benutzen, um Ihren eigenen Brief zu formulieren.