Über uns

Wir sind Survival, die globale Bewegung für die Rechte indigener Völker.

Wir sind die einzige Organisation, die sich weltweit ausschließlich für indigene Völker einsetzt. Wir helfen ihnen ihr Leben zu verteidigen, ihr Land zu schützen und ihre Zukunft selbst zu bestimmen. Dafür wurden wir mit dem „Alternativen Nobelpreis” geehrt.

Indigene Völker haben Lebensweisen entwickelt, die überwiegend selbstversorgend und außergewöhnlich vielfältig sind. Viele unserer Grundnahrungsmittel und zahlreiche Arzneimittel, die in der westlichen Medizin eingesetzt werden, haben ihren Ursprung in indigenen Gesellschaften und bereits Millionen Leben gerettet. Trotzdem werden indigene Völker als rückständig und primitiv dargestellt, nur weil sich ihr Gemeinschaftsleben von unserem unterscheidet. Industrialisierte Gesellschaften setzen indigene Völker Rassismus, Sklaverei und Völkermord aus, damit sie im Namen von „Fortschritt“ und „Zivilisation“ deren Land, Ressourcen und Arbeitskraft rauben können.

Unsere Arbeit verhindert die Vernichtung von indigenen Völkern. Wir arbeiten in Partnerschaft mit ihnen. Wir geben ihnen eine Plattform, von der aus sie sich an die weltweite Öffentlichkeit wenden können. Wir untersuchen Verbrechen an indigenen Völkern und liefern Beweise an die Vereinten Nationen und andere internationale Foren. Wir unterstützen rechtliche Vertretung von indigenen Völkern. Wir finanzieren medizinische und Selbsthilfe-Projekte. Wir betreiben Bildungs- und Lobbyarbeit, forschen, führen Kampagnen und protestieren. Und wir werden nicht aufgeben, bis wir in einer Welt leben, in der indigene Völker als zeitgenössische Gesellschaften respektiert und ihre Menschenrechte geschützt werden.

Wir sind auf Sie angewiesen und benötigen Ihre Spenden, Ihre Energie und Ihren Enthusiasmus. Helfen Sie uns eine der drängendsten und schrecklichsten humanitären Krisen unserer Zeit zu bekämpfen.


Was meinen wir mit „indigene Völker“?

Wer sind unsere Unterstützer*innen?

Woher kommt unser Geld?

Leben indigene Völker wie unsere Vorfahren?

‘Brutale Wilde’ oder ‘Edle Wilde’?

Welche Probleme haben indigene Völker?

Wie stoppen wir Verbrechen an indigenen Völkern?

Wie können Sie helfen?

Sind wir nicht zum Scheitern verurteilt?

Sind wir gegen Fortschritt?

Was sagt das Gesetz?

Repräsentiert Survival indigene Völker?

Wie geben wir das Geld unserer Unterstützer*innen aus?

Wer leitet Survival?

Wer sind unsere Mitarbeiter*innen?

Wie haben wir angefangen?

Wer stimmt mit uns überein?

Wer ist gegen uns?


Was meinen wir mit „indigene Völker“?^

Bei unserer Arbeit konzentrieren wir uns auf Völker, die „in Stämmen“ leben. Damit ist gemeint, dass sie sich größtenteils selbst versorgen können und sich vom Mainstream und der dominierenden Hauptgesellschaft ihres Landes unterscheiden. Das trifft auf ca. 40 % der Indigenen zu.

In der ILO-Konvention 169, dem einzig verbindlichen internationalen Abkommen für die Rechte indigener Völker, wird ein Teil indigener Völker als „in Stämmen lebend“ bezeichnet. Heute werden die Bezeichnungen „indigen“ und „in Stämmen lebend“ im UN-System weitestgehend synonym verwendet. Da der Begriff „Stamm“ in Deutsch ein negativ besetzter Begriff ist, verzichten wir soweit möglich darauf ihn zu nutzen. Lesen Sie mehr in unserer Terminologie →

Unkontaktierte Völker

Es gibt ungefähr 100 unkontaktierte Völker auf der Welt, die keinen friedlichen Kontakt zur Mehrheitsgesellschaft ihres Landes haben. Wir sind der Überzeugung, dass man nicht in ihre Gebiete eindringen sollte, da sie einer solchen Kontaktaufnahme nicht frei zustimmen können. Die Geschichte zeigt, dass solch ein Kontakt ausnahmslos Zerstörung nach sich zieht.


Wer sind unsere Unterstützer*innen?^

Ganz normale Menschen aus ungefähr 80 Ländern weltweit. Unsere Materialien machen wir jedoch allen Menschen zugänglich. Wir glauben, dass die öffentliche Meinung die einzige effektive Kraft ist, die dauerhafte Veränderungen bewirken kann. Deshalb wollen wir, dass so viele Menschen wie möglich von indigenen Völkern und den Problemen, mit denen sie konfrontiert sind, erfahren. Einige bekannte Personen unterstützen Survival auch als Botschafter.

Woher kommt unser Geld?^

Unsere Büros haben in ihren jeweiligen Ländern den Status gemeinnütziger Organisationen. Fast unser gesamtes Geld (ungefähr 80 %) kommt von unseren Unterstützer*innen und besorgten Einzelpersonen. Die meisten Spenden sind klein; das heißt, dass wir nicht von wenigen großen Spendern abhängig sind. Ungefähr 250.000 Personen haben uns über die Jahre finanziell unterstützt. Etwa 10 % unserer Einnahmen stammen von einigen wenigen Stiftungen. Unsere restlichen Einnahmen kommen aus unserem Shop.

Regierungen und Unternehmen

Wir nehmen kein Geld von nationalen Regierungen, weil diese am häufigsten die Rechte indigener Völker verletzen, und wir lassen uns auch nicht von ihren Interessen beeinflussen. Wir akzeptieren keine Gelder von Unternehmen, welche die Rechte indigener Völker verletzen (könnten).

Leben indigene Völker wie unsere Vorfahren?^

Nein. Über Zehntausende Jahre legten die Vorfahren der heutigen indigenen Völker Tausende von Kilometern zurück und lebten in unzähligen Klimazonen. Sie haben sich erfolgreich und mehrfach angepasst und verändert – wie auch die Europäer – und überlebten mit einer Mischung aus Sammeln, Anbau von Pflanzen, Jagen und Viehwirtschaft.
Weder gibt es eine „natürliche Entwicklung“ des Menschen vom Jäger zum Bauern, noch bedeutet Landwirtschaft zwangsläufig ein „besseres“ Leben. Die Idee, dass heutige indigene Völker „wie unsere Vorfahren“ leben, basiert auf einer falschen Auslegung des Darwinismus, kolonialen Vorurteilen und der angeblichen Überlegenheit der Europäer. Auch wenn diese Idee populär ist, lässt sie sich leicht widerlegen.

‘Brutale Wilde’ oder ‘Edle Wilde’?^

Wir denken nicht, dass indigene Gesellschaften generell mehr oder weniger „edel“ sind als industrialisierte Gesellschaften. Auch konnte niemals jemand belegen, dass sie brutaler sind als andere. Die Behauptung, dass indigene Völker generell in einem Zustand ständigen Krieges leben und gewalttätiger sind als „wir“, wurde schon genauso kritisiert, wie sie angepriesen wurde. Mehr Informationen zum Mythos des brutalen Wilden →

Grausame Praktiken

Wir erkennen an, dass viele Gesellschaften, inklusive einigen indigenen, grauenvolle Praktiken vollziehen, die nicht auf freier Zustimmung beruhen. Wir heißen diese niemals gut. Manche dieser Praktiken (wie z.B. weibliche Genitalverstümmelung oder Kindstötung) werden jedoch dazu benutzt, um spezifisch die Rechte indigener Völker zu attackieren – dies ist falsch, da diese Praktiken auch in industrialisierten Gesellschaften vorkommen.

Welche Probleme haben indigene Völker?^

Gewalt

Noch immer werden indigene Völker gewaltsam angegriffen und getötet. Gewalt, oft gegen sich selbst, stellt auch ein großes Problem in wohlhabenden Ländern dar, die ihre indigenen Völker größtenteils enteignet haben (wie z.B. Kanada, die USA, Australien und Neuseeland).

Lesen Sie hier einen Ausschnitt zum Thema Gewalt aus dem Buch Tribal peoples for tomorrow’s world (auf Englisch) →

Landraub

Indigene Völker in „Stammesgesellschaften“ sind gewöhnlich Selbstversorger und von ihrem Land abhängig, das ihnen Nahrung gibt und auf das sich ihre Lebensweise stützt. Es legt auch den Grundstein für ihre Identität. Doch ihr Land wird ihnen im Namen von „Entwicklung“ gestohlen, wie z.B. im Rahmen von Bergbau, Staudammbau, Viehwirtschaft, aber auch für Naturschutzprojekte.

Lesen Sie hier einen Ausschnitt zu Landraub aus dem Buch Tribal peoples for tomorrow’s world (auf Englisch) →

Rassismus

Die Ansicht, dass indigene Völker „primitiv“ und nicht in der Lage sind vernünftige Entscheidungen über ihre Zukunft zu treffen, lässt sich von einer kolonialen, rassistischen Ideologie ableiten. Diese Behauptung wird immer noch verwendet, um die Enteignung indigener Völker zu rechtfertigen.

Lesen Sie hier einen Ausschnitt zu Rassismus aus dem Buch Tribal peoples for tomorrow’s world (auf Englisch) →

Erzwungener „Fortschritt“ und „Entwicklung“

Alle Gesellschaften verändern und entwickeln sich ständig. Aber „Veränderungen“, zu denen indigene Völker im Namen von „Fortschritt“ gezwungen werden, resultieren in einem Niedergang ihrer Lebensqualität. Dazu zählen die Zunahme von Krankheiten, Selbstmord, Gefangenschaft, Drogenmissbrauch und Abhängigkeit. Veränderungen sollten unter der Kontrolle der Menschen selbst erfolgen.

Lesen Sie hier einen Ausschnitt zu Entwicklung aus dem Buch Tribal peoples for tomorrow’s world (auf Englisch) →

Raub von Ressourcen

Auch dort, wo das Land nicht geraubt wird, werden oft seine Ressourcen (Holz, Mineralien, Kraftwerke usw.) genommen.

Lesen Sie hier einen Ausschnitt zum Raub von Ressourcen aus dem Buch Tribal peoples for tomorrow’s world (auf Englisch)→

Sklaverei

In einigen Gegenden werden indigene Menschen noch auf eine Art und Weise versklavt, die man „Schuldknechtschaft“ nennt. In Schuldknechtschaft werden sie gezwungen Arbeit zu verrichten, um angebliche Schulden an einen Außenstehenden zu zahlen.

Lesen Sie hier einen Ausschnitt zu Sklaverei aus dem Buch Tribal peoples for tomorrow’s world (auf Englisch) →

Wie stoppen wir Verbrechen an indigenen Völkern?^

Wir führen Kampagnen, die häufig Jahrzehnte dauern, um das Land von indigenen Völkern zu schützen. Wir leisten Bildungsarbeit und versuchen, die öffentliche Meinung über indigene Völker zu ändern, damit ihre Vielfalt besser verstanden und unterstützt wird. Wir konzentrieren uns auf die bedrohtesten indigenen Völker, also jene, die das meiste zu verlieren haben und die die geringsten Mittel besitzen, ihre Ansichten selbst Außenstehenden mitzuteilen. Dabei handelt es sich oft um diejenigen, die nur wenig Kontakt mit der Hauptgesellschaft ihres Landes haben und die mit Zerstörung durch Krankheit und Landraub konfrontiert sind.

Wir enthüllen Menschenrechtsverletzungen, indem wir unsere Fälle und Themen immer wieder in die Medien (Zeitung, TV, Radio, Internet usw.) bringen. Wir beobachten auch Medien, um gegen falsche Stereotypen zu arbeiten, welche indigene Völker als „rückständig“ und „primitiv“ bezeichnen.

Wir präsentieren Fälle bei den Vereinten Nationen und in anderen internationalen Foren.

Wir unterstützen rechtliche Arbeit, um sicherzustellen, dass indigene Völker fachgemäß vertreten werden.

Wir produzieren Bildungsmaterialien und Filme für Nicht-Spezialist*innen, die zeigen, wer indigene Völker sind und wie sie leben.

Wir finanzieren medizinische und Selbst-Hilfe-Projekte direkt für indigene Völker.


Wie können Sie helfen?^

Diese Völker wollen keine Almosen, Kleider oder Nahrungspakete. Sie versorgen sich seit Tausenden von Jahren selbst.

Sie brauchen Stimmen wie Ihre, um sie beim Widerstand gegen große Unternehmen, Banken und korrupte Regierungen zu unterstützen, die ihr Recht auf eine Zukunft bedrohen.

Abonnieren Sie Survivals Newsletter, um sich zu informieren und zu engagieren.

Spenden Sie, egal wie viel oder wenig. Wir finanzieren uns durch Tausende kleine Spenden, was unsere völlige Unabhängigkeit und Integrität ermöglicht und sicherstellt, dass wir unsere Botschaft und Arbeit nicht großen Geldgebern anpassen müssen.

Werden Sie Aktivist*in und unterzeichnen Sie unsere Petitionen, die Regierungen und Unternehmen zum Handeln drängen und ein weltweites Medienecho finden. Schreiben Sie an Entscheidungsträger*innen. Unsere Aktionen resultieren in Tausenden Briefen und E-Mails. Es gibt immer Menschen in Regierungen und Unternehmen, die mit unseren Kampagnen sympathisieren und Ihre Briefe helfen zu belegen, dass es sich um ein wichtiges internationales Anliegen handelt. Die Briefkampagnen haben sich immer als ein effektives Mittel bewiesen, um Veränderung herbeizuführen. Unterstützen Sie unsere friedlichen Proteste und Mahnwachen.

Bestellen Sie aus unserem Shop.

Folgen Sie uns auf Facebook.

Unterstützen oder investieren Sie nicht in Unternehmen, welche die Rechte indigener Völker missachten. Boykottieren Sie diese.

Unterstützen Sie keinen Tourismus in Naturschutzgebieten, in denen indigene Völker enteignet wurden. Boykottieren Sie diese.

Akzeptieren Sie keine rassistischen Bemerkungen über indigene Völker in der Presse, Politik und anderswo. Sagen Sie den Verantwortlichen „Hören Sie damit auf!“ oder senden Sie uns die Informationen, damit wir es tun.

Werben Sie um die Stimme anderer Menschen. Minderheiten werden nur Gerechtigkeit bekommen, wenn andere Menschen für sie sprechen.

Sind wir nicht zum Scheitern verurteilt?^

Keineswegs: Wir waren an Hunderten erfolgreichen Kampagnen an vorderster Front beteiligt. Wir definieren in jedem „Fall“, den wir bearbeiten, zwei oder drei spezifische Ziele, um die wir uns kümmern und erreichen diese häufig (obwohl es Jahre dauern kann).

Ein gutes Beispiel ist die Schaffung des Yanomami-Parks in Brasilien. Die Kampagne zum Schutz des Yanomami-Gebietes begann in den 1970er Jahren in Brasilien und mündete 1992 in der offiziellen Anerkennung des Gebietes durch die Regierung. Ein Sprecher der Yanomami, Davi Kopenawa, sagt, dass sein Volk ohne Survival nicht überlebt hätte.

Auch würden heute keine Buschleute mehr in der Central Kalahari in Botswana leben, wenn es Survivals Kampagne für ihre Landrechte nicht gegeben hätte.

Wir haben auch die öffentliche Meinung in Bewegung gesetzt, damit indigene Völker stärker unterstützt und besser verstanden werden.

Die Anti-Sklaverei-Bewegung kämpfte gegen scheinbar unüberwindbare Hürden und schaffte es schließlich, die Überzeugung, dass Sklaverei normal und gut für alle sei (auch für Sklaven) zu überwinden. Wir wollen Ähnliches für indigene Völker erreichen.

Viele Menschen glauben, dass indigene Völker aufgrund unaufhaltsamen „Fortschritts“ dem Untergang geweiht sind. Doch indigene Völker werden nicht durch „den Lauf der Dinge“ zerstört: Sie sind die Opfer des kriminellen Diebstahls ihres Landes und ihrer Ressourcen. Wenn man ihnen nicht den Boden unter den Füßen raubt, sind die meisten von ihnen starke Gesellschaften. Und sie sind genau wie jeder andere in der Lage zu überleben und sich an neue Bedingungen anzupassen.

Sind wir gegen Fortschritt?^

Keineswegs: Wir glauben daran, dass sich alle Menschen immer und überall verändern, aber dass die Zukunft indigener Völker primär von ihnen selbst bestimmt werden sollte. „Entwicklungsprojekte“, die Menschen zerstören, sind kein Fortschritt. Diese Position wird heute auch von den Vereinten Nationen und internationalem Recht gestützt. Wir wollen, dass alle Staaten die UN-Erklärung zu den Rechten indigener Völker einhalten und die ILO-Konvention für indigene Völker (ILO 169) ratifizieren und anwenden. Beide bestätigen das Recht indigener Völker auf ihr Land. Ohne dieses Recht werden auch alle anderen Menschenrechte missachtet, da indigene Völker ohne ihr Land nicht überleben werden.

Was sagt das Gesetz?^

Arbeiten Unternehmen und Organisationen (auch jene, die sich für Naturschutz einsetzen) in indigenen Gebieten, müssen sie sich bindend dazu verpflichten, dass sie nicht ohne freie, vorherige und informierte Zustimmung der betroffenen indigenen Völkern vorgehen. Solch eine Zustimmung kann offensichtlich niemals frei und informiert sein, wenn den Betroffenen nicht vermittelt wird, dass sie ihre Einwilligung auch verweigern können, ohne deshalb negative Konsequenzen fürchten zu müssen.

Repräsentiert Survival indigene Völker?^

Nicht solange sie uns nicht explizit darum bitten. Wir veröffentlichen ihre Stimmen und betrachten sie als unsere Partner. Wir stellen eine Plattform zur Verfügung, auf der sich indigene Vertreter*innen direkt an die internationale Öffentlichkeit wenden können. Wir helfen ihnen auch von Angesicht zu Angesicht mit Unternehmen und Organisationen zu sprechen, die ihre Rechte verletzen.

Wie geben wir das Geld unserer Unterstützer*innen aus?^

Unsere Ressourcen investieren wir in Recherchen, Bildungs- und Aufklärungsarbeit. Nur ein minimaler Teil fließt in die Verwaltung unserer Arbeit. Nicht ein einziger Cent wird verschwendet.

2014 flossen 48,1 % unserer Einnahmen in Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen sowie 40,7 % in aktuelle Projekte. Weiterhin gingen 8,5 % an Fundraising, 1,2 % an Publikationen und nur 1,5 % wurden für die Organisationsinfrastruktur abgeführt.

Wir behaupten nicht, dass der größte Teil unseres Geldes direkt an indigene Völker geht, das tut er nicht. Wir haben jedoch spezielle Spendenfonds eingerichtet, von denen jeder erhobene Cent in die eigenen Projekte indigener Völker fließt.

Unsere Konten werden gemäß strengen Richtlinien geprüft. Eine Zusammenfassung wird in unserem jährlich erscheinenden Tätigkeitsbericht veröffentlicht.

Wer leitet Survival?^

Obwohl Survival als eine Organisation arbeitet, werden unsere Büros von eigenen Vorständen geleitet.

Unsere Loyalität gilt immer primär indigenen Völkern. Wir leiten jede für sie hilfreiche Information weiter und akzeptieren lediglich Informationen unter dieser Voraussetzung.

Wer sind unsere Mitarbeiter*innen?^

Neben ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigen wir derzeit rund 40 Personen und Praktikant*innen in unseren Büros in Amsterdam, Berlin, London, Madrid, Mailand, Paris und San Francisco. Wir arbeiten als eine Organisation in sieben Sprachen. Zu unseren Mitarbeiter*innen zählen auch regionale Expert*innen, die direkte Erfahrungen und Kontakte mit Hunderten von indigenen Gemeinden haben.

Viele unserer Mitarbeiter*innen bleiben zu ihrer eigenen Sicherheit anonym. Dies macht es für Regierungen schwieriger uns den Zugang zu indigenen Völkern zu erschweren.

Wir haben keine Büros in Regionen, in denen indigene Völker leben. Deshalb müssen wir unsere Arbeit nicht abbrechen oder ändern, um unsere Mitarbeiter*innen vor möglichen Einschüchterungsversuchen zu schützen.

Warum leiten nicht indigene Völker selbst Survivals Arbeit?

Wir richten uns in erster Linie gegen Verbrechen, die ihren Ursprung in unserer eigenen Gesellschaft haben (auch wenn wir Unterstützer*innen in Ländern haben, in denen indigene Völker leben, darunter auch Indigene selbst). Wir haben keine formale Vorschrift, dass indigene Personen Teil unserer Gremien oder unserer Mitarbeiter*innen sein müssen, auch wenn sie faktisch an beiden beteiligt sind.


Wie haben wir angefangen?^

Wir wurden 1969 von Menschen gegründet, die vom Genozid an indigenen Völkern im Amazonasgebiet entsetzt waren. Survivals Gründung folgte einem Zeitungsartikel von Norman Lewis im britischen Sunday Times Magazin (der in ähnlicher Form auch im deutschen Magazin Der Spiegel erschien). Für viele Jahre hatte Survival nur wenig oder kein Einkommen und wurde von Freiwilligen geführt.

Wer stimmt mit uns überein?^

Viele indigene Personen haben uns gesagt, dass sie ohne Survival International nicht überlebt hätten.

Hunderttausende Unterstützer*innen aus Dutzenden von Ländern haben uns finanziell geholfen. Millionen Menschen rufen regelmäßig unsere Informationen ab.

Unsere Arbeit wurde mehrmals ausgezeichnet, unter anderem mit dem Alternativen Nobelpreis.

Sehen Sie hier eine Liste einiger prominenter Survival-Unterstützer*innen →

Wer ist gegen uns?^

Regierungen und Unternehmen, die indigene Völker enteignen wollen, um ihr Land und ihre Ressourcen zu nehmen.

Militärische Streitkräfte, die indigene Gebiete kontrollieren wollen.

Extremistische religiöse Organisationen, die indigene Menschen unter Zwang bekehren wollen, egal ob diese dabei zu Schaden kommen.

Extremistische Naturschutzorganisationen, die indigene Völker aus „Umweltschutzzonen“ vertreiben oder ihre Art zu leben abschaffen wollen.

Viele von denen, die fälschlicherweise glauben, dass nur die westliche Zivilisation eine Verbesserung des Lebensstandards und des Wohlergehens mit sich bringt.

Personen von der extremen Linken, die glauben, dass alle gleich sein sollten, und jene von der extremen Rechten, die glauben, dass es nur eine „korrekte“ Art zu leben gibt.