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Die Enawene Nawe

Neue Dämme geplant

Die Enawene Nawe leben im tropischen Regenwald Brasiliens. Die lokale Regierung will ein Netz von Staudämmen im Gebiet der Enawene Nawe bauen.

Die Indigenen sind gegen die Dämme, da er ihr Wasser verschmutzen wird und den Fisch bedroht, der ein zentraler Bestandteil ihrer Ernährung ist.

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Die Regierung des brasilianischen Bundesstaates Mato Grosso hat angekündigt, dass mehrere Staudämme am Oberlauf des Juruena-Flusses gebaut werden sollen. Stromabwärts liegt das Land der Enawene Nawe.

Fünf der Dämme befinden sich bereits im Bau, obwohl es bisher keine Prüfung der möglichen sozialen oder ökologischen Folgen gegeben hat. Auch die betroffenen Völker wurden nicht informiert. Drei weitere Staudämme haben inzwischen eine Umweltgenehmigung erhalten und der Bau kann somit beginnen.


Ein weiterer Damm entsteht im Regenwald des Amazonas.

Einige der Staudämme werden von dem Unternehmen Grupo Amaggi finanziert, das sich daraus Vorteile für sein Soja-Geschäft erhofft. Die Familie Maggi ist der weltweit größte Produzent von Soja. Ein Familienmitglied, Blairo Maggi, ist Gouverneur von Mato Grosso.

Insgesamt sind bis zu 80 Dämme im Juruena Stromgebiet geplant, obwohl den Enawene Nawe ursprünglich nur von fünf Dämmen berichtet wurde. Die Enawene Nawe glauben, dass die Dämme das Wasser verschmutzen und die Fische töten werden. Fisch ist eine der Hauptbestandteile ihrer Ernährung.

Verzweiflung

Die Enawene Nawe und benachbarte Völker hatten Straßenblockaden errichtet und die Baustellen der Dämme überfallen, um gegen die Kraftwerke zu protestieren.

Kläger hatten auf bundesstaatlicher Ebene 2008 einen Gerichtsbeschluss erwirkt, der die Bauarbeiten vorerst stoppt. Allerdings brachte Gouverneur Maggi den Fall vor den Obersten Gerichtshof, der den Aufschub der Bauarbeiten im Juni 2008 aufhob.

Im Moment gehen die Bauarbeiten weiter. Die Enawene Nawe sagen, dass sie „sehr traurig“ und es leid sind, den Behörden wegen der Dämme zu schreiben, da ihre Bedenken nur auf taube Ohren stoßen. In einem Brief an die Vereinten Nationen sagen sie: „Wir wollen nicht, dass die Dämme unser Wasser verschmutzen, unsere Fische töten und unsere Land überfluten.“

Die Enawene Nawe stehen an einem kritischen Punkt in ihrer Geschichte. Entweder der Bau der Dämme wird gestoppt oder die Indigenen können nicht mehr fischen. Das Fischen ist entscheidend für ihr Überleben und ihren Glauben.

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