Die brasilianischen Behörden planen, einen wichtigen Schutzmechanismus für unkontaktierte Völker in Brasilien - Landschutzdekrete (land protection orders) - abzuschaffen.

Diese Notverordnungen werden genutzt, um die Gebiete unkontaktierter Völker zu schützen, bei denen der langwierige Prozess der Demarkierung noch nicht abgeschlossen wurde.

Diese Notfalldekrete verbieten es Holzfäller*innen, Bergleuten und anderen Außenstehenden das Land der indigenen Völker zu betreten. Ohne diesen Schutz würden die Wälder komplett zerstört werden - und die Völker, die sich um sie kümmern und von ihnen abhängig sind, könnten vernichtet werden.

Jetzt handeln

 

Warum die Notverordnungen so wichtig sind

Die Verordnungen müssen alle paar Jahre erneuert werden. Indigenen-feindliche Politiker*innen und Viehzüchter*innen haben einen geheimen Plan ausgeheckt, um sie abzuschaffen, damit sie die Landflächen für Viehzucht, Holzabbau, Bergbau und weitere ausbeuterische Aktivitäten stehlen können. Falls sie Erfolg haben, würde dies einem gigantischen Landraub gleichkommen und könnte ganze unkontaktierte Völker auslöschen.

Jetzt eine E-Mail schreiben

 

Notverordnungen schützen die Gebiete sieben unkontaktierter Völker ... und eine Million Hektar des Amazonas-Regenwaldes

Diese Anordnungen laufen regelmäßig aus, und jedes Mal können sich mächtige Interessenvertreter*innen der Agrarindustrie gegen ihre Erneuerung wehren. Einer dieser Erlasse ist bereits ausgelaufen, ohne dass er verlängert wurde, so dass die dort lebenden unkontaktierten Völker keinerlei Schutz genießen.

Zwei männliche Angehörige der Piripkura, Tamandua und Baita, fotografiert während eines Treffens mit einer FUNAI-Einheit. Die beiden Männer hatten sporadische Begegnungen mit den lokalen FUNAI-Mitarbeiter*innen, kehrten aber schlussendlich in den Wald zurück. Ihr Territorium ist derzeit noch durch die Notverordnungen abgeschirmt, läuft aber Gefahr, von der Holzindustrie und Landräubern zeitnah überrannt zu werden.Zwei männliche Angehörige der Piripkura, Tamandua und Baita, fotografiert während eines Treffens mit einer FUNAI-Einheit. Die beiden Männer hatten sporadische Begegnungen mit den lokalen FUNAI-Mitarbeiter*innen, kehrten aber schlussendlich in den Wald zurück. Ihr Territorium ist derzeit noch durch die Notverordnungen abgeschirmt, läuft aber Gefahr, von der Holzindustrie und Landräubern zeitnah überrannt zu werden. © Bruno Jorge

Die Aufhebung der Notfalldekrete ist ein Teil von Präsident Bolsonaros politischem Plan, die indigenen Völker Brasiliens auszulöschen und ihr Land für „wirtschaftliche Entwicklung“ zu rauben.

Deine Unterstützung ist entscheidend, wenn die Verordnungen - die alles sind, was zwischen diesen indigenen und tweilweise unkontaktierten Völkern und dem sicheren Tod steht - aufrecht erhalten werden sollen.

Werde aktiv

Update:

- Am 17. März 2022 erneuerte die FUNAI die Notverordnung zum Schutz des Landes für das indigene Territorium Piripkura. Am 2. Juni 2022 erneuerte die FUNAI die Notverordnung zum Schutz des Landes für das indigene Territorium Pirititi. Am 21. Juni 2022 erneuerte die FUNAI die Notverordnung zum Schutz des Landes für das indigene Gebiet Ituna Itatá um drei Jahre. Pirititi und Piripkura wurden nur für sechs Monate verlängert, was nicht ausreicht, um alle Eindringlinge zu entfernen und die vollständige Demarkation der Gebiete abzuschließen.

 

Lies unseren Newsletter

Mehr als 150 Millionen Kinder, Frauen und Männer aus über 60 Ländern leben heute in „Stammesgesellschaften“. Erfahre mehr über sie und ihren Kampf ums Überleben: Abonniere unseren Newsletter, um regelmäßig Neuigkeiten zu erhalten.

Teilen

  • Facebook
  • WhatsApp
  • Copy