Bulldozer dringen in das Land der Indigenen ein
Die Ayoreo-Totobiegosode leben im Chaco, einem großen Gebiet im Buschwald mit Flüssen und Mooren, das sich von Paraguay bis Bolivien und Argentinien erstreckt. Ihr Land wurde von Spekulanten und Farmern aufgekauft, die den Wald nun rapide abholzen.
Die Totobiegosode leben in kleinen Gemeinschaften. Sie bauen Kürbisse, Bohnen und Melonen auf dem sandigen Boden an und jagen im Wald. Schildkröten und Wildschweine sowie wilder Honig sind für ihre Ernährung wichtig.
Im Wald leben vier bis fünf Familien zusammen in Gemeinschaftshäusern. Ein zentraler Holzpfeiler ermöglicht einen gewölbeähnlichen Bau aus kleinen Ästen, welche mit getrocknetem Schlamm bedeckt sind.
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| Mitglieder der paraguayischen Ayoreo-Totobiegosode Gruppe am Tag des ersten Kontakts mit der Außenwelt 2004.
© GAT/Survival |
Um das Haus herum hat jede Familie ihre eigene Feuerstelle; nur wenn es regnet, schlafen sie im Haus. Die sesshaften Ayoreo leben in individuellen Ein-Familien-Hütten.
Die Ayoreo die in niedergelassenen Gemeinschaften leben, wohnen in Hütten für jeweils nur eine Familie. Diejenigen die ihr Land verloren haben, müssen häufig zu schlechten Bedingungen für jene Farmer arbeiten, die so viel von ihrem Land genommen haben.
Asojna, das wichtigste Ritual der Ayoreo, ist nach der Nachtschwalbe benannt. Wenn der Schrei des Vogels das erste Mal gehört wird, läutete dies den Beginn der Regenzeit und somit einen Monat voller Festlichkeiten ein.
Die evangelikale Missionsgesellschaft New Tribes Mission betreibt eine Station in der Nähe der Gemeinden und übt einen starken Einfluss auf ihr tägliches Leben aus. Unter dem Einfluss der New Tribes Mission wurde asojna wie viele andere Rituale allerdings ausgesetzt.