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Die Yanomami

Bedrohungen: Bergbau, Viehzucht und chaotische Gesundheitsversorgung

Seit Jahrtausenden konnten sich die Yanomami im südamerikanischen Regenwald entfalten.

Nun kämpfen sie um ihr Überleben, da es den Behörden nicht gelingt, sie vor Eindringlingen, Angriffen und Krankheiten zu schützen.

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1940 kamen die Yanomami erstmals in Kontakt mit Außenstehenden, als die brasilianische Regierung Gruppen entsendete, um die Grenze zu Venezuela abzustecken.

Bald ließen sich der Indianer-Schutzdienst der Regierung und religiöse Missionierungsgruppen in der Region nieder. Dieser Zustrom von Menschen führte zu den ersten Wellen von Masern und Grippe, an denen viele Yanomami starben.

In den frühen 1970ern entschied die Militärregierung eine Straße durch das Amazonasgebiet entlang der nördlichen Grenze zu bauen. Ohne vorhergehende Warnung fuhren Bulldozer durch das Gebiet der Yanomami-Gemeinschaft Opiktheri. Zwei Dörfer wurden durch Krankheiten, gegen welche die Yanomami nicht immun waren, ausgelöscht.

Yanomami Frau
Yanomami Frau
© Fiona Watson/Survival

Die Yanomami leiden auch weiterhin unter den verheerenden Folgen der Straße, die Siedler, Krankheiten und Alkohol mit sich brachte. Heute nutzen Viehzüchter und Siedler die Straße als Ausgangspunkt, um in das Gebiet der Yanomami einzudringen und dort die Wälder abzuholzen.

Der Goldrausch und der Genozid

Als während der 1980er Jahre bis zu 40.000 brasilianische Goldgräber in ihr Land eindrangen, litten die Yanomami sehr. Die Schürfer erschossen Yanomami, zerstörten viele ihrer Dörfer und schleppten Krankheiten ein, gegen die sie nicht immun waren. In nur sieben Jahren starben 20 Prozent der Yanomami.

Nach einer langen internationalen Kampagne, die von Davi Kopenawa, Survival International und der Pro-Yanomami-Kommission (CCPY) angeführt wurde, wurde das Yanomamigebiet 1992 schließlich unter dem Namen „Yanomami-Park“ abgegrenzt und die Goldschürfer wurden aus dem Schutzgebiet verwiesen.

Doch auch nach der Einrichtung des Schutzgebietes kehrten Goldschürfer in das Gebiet zurück und riefen Spannungen hervor. 1993 drang eine Gruppe Bergarbeiter in das Dorf Haximú ein und tötete 16 Yanomami, unter ihnen auch ein Säugling.

Nach einer Welle nationaler und internationaler Entrüstung verurteilte ein brasilianisches Gericht fünf Bergarbeiter wegen Völkermordes. Zwei leisten eine Freiheitsstrafe ab, die anderen sind geflohen.

Dies ist einer der wenigen Fälle weltweit, in denen ein Gericht Menschen wegen Völkermord verurteilt hat.

Inneres des Yanomami-Maloca bei Nacht, Davi Kopenawas Gemeinschaft, Brasilien
Inneres des Yanomami-Maloca bei Nacht, Davi Kopenawas Gemeinschaft, Brasilien
© Victor Engelbert/Survival

Doch die brasilianischen Indianer haben noch immer keine echten Besitzrechte an ihrem Land – die Regierung weigert sich, das Landrecht von indigenen Völkern anzuerkennen, obwohl sie die internationale Konvention ILO 169 unterzeichnet hat, welche dies garantiert. Viele Personen im brasilianischen Establishment würden das Gebiet der Yanomami lieber verkleinern und für Bergbau, Viehzucht und Besiedlung zugänglich machen.

Verschlimmert wurde die Situation noch dadurch, dass das brasilianische Militär Baracken mitten im Land der Yanomami baute. Es kam zu weiteren Spannungen und Soldaten vergewaltigten Yanomami-Frauen, manche von ihnen wurden dabei mit Geschlechtskrankheiten infiziert.

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Ihre Unterstützung wird den Yanomami dabei helfen, die Kontrolle über ihr Land, ihr Leben und ihre Zukunft zu bewahren: