Die preisgekrönte Musikerin Anoushka Shankar hat an einem neuen Kampagnenfilm mitgewirkt, der den Widerstand der indigenen Bevölkerung gegen den Kohleabbau im indischen Hasdeo-Wald portraitiert.

Shankar, die siebenmal für den Grammy nominiert wurde, leiht ihre Stimme der wachsenden Bewegung der indigenen Bevölkerung Indiens (Adivasi), um weiteren Kohleabbau im einzigartigen Hasdeo-Wald im Bundesstaat Chhattisgarh, der Heimat von 20.000 Adivasi, zu verhindern.

Anoushka Shankar sagt: „Es ist mir eine Ehre, mit meiner Stimme den mutigen Frauen von Hasdeo mehr Gehör zu verschaffen.“

Anoushka Shankar sagt: „Es ist mir eine Ehre, mit meiner Stimme den mutigen Frauen von Hasdeo mehr Gehör zu verschaffen.“ © Laura Lewis

Für mindestens zwei riesige Kohleminen wurden schon Teile des Hasdeo-Waldes zerstört, aber die indische Regierung plant dort drei neue Bergbauprojekte.

Die Adivasi-Gemeinden aus Hasdeo wehren sich seit zehn Jahren gegen den Bergbau auf ihrem angestammten Land. In dieser Zeit wurden ihre Anführer*innen bedroht und mit falschen Anschuldigungen konfrontiert, um sie mundtot zu machen. Außerdem wurden ihre Forderungen ignoriert, obwohl die Gemeinden 300 km bis nach Raipur, die Hauptstadt des Bundesstaates, marschiert sind und über 100 Tage lang im Wald protestiert haben.

Kürzlich sagte Rahul Gandhi, ein hochrangiges Mitglied der oppositionellen Kongresspartei (INC), dass die Proteste der Adivasi „gerechtfertigt“ seien, dass er „ein Problem“ mit der Rodung des Waldes habe und dass er die Kohle-Pläne „nicht verteidige“.

Die drei geplanten neuen Minen wurden vor kurzem auf unbestimmte Zeit gestoppt – ein großer Erfolg für die Kampagne der Adivasi. Die Kohle-Pläne wurden jedoch nicht gänzlich zurückgenommen. Auch das im indischen Justizsystem verankerte Recht indigener Völker, über Bergbau auf ihrem angestammten Land bestimmen zu dürfen, wurde von den Behörden noch immer nicht anerkannt.

Anoushka Shankar sagte heute: „Die Menschen im Hasdeo-Wald sind eine Inspiration für uns alle, standhaft zu bleiben und das zu verteidigen, was am wertvollsten ist. Ihr Land ist alles für sie – es ist ihre Mutter, ihr Gott und ihr Leben, und sie sind fest entschlossen, es zu schützen.“

Sie sagte weitter: „Die indigenen Frauen aus Hasdeo beschützen mit ihren Körpern die Bäume, die sie lieben. Es ist mir eine Ehre mit meiner Stimme dazu beizutragen, ihren Mut im Widerstand gegen die Zerstörung ihres Waldes und der Schändung ihrer heiligen Stätten mehr Gehör zu verschaffen. Der Plan der Regierung, diese Menschen und ihren Wald für Kohle zu opfern, muss dauerhaft gestoppt werden.“

Jo Woodman von Survival International sagte heute: „Die Stärke und Entschlossenheit des Adivasi-Widerstands im Hasdeo-Wald hat seit einem Jahrzehnt nicht nachgelassen. Sie engagieren sich gemeinsam, um ihren Wald zu retten, ihre Rechte durchzusetzen zu bekommen und jeden weiteren Kohleabbau zu stoppen. Solange diese Minen nicht endgültig gestoppt und die Rechte der Gemeinschaften nicht vollständig anerkannt sind, wird ihr friedlicher und gerechtfertigter Kampf für Hasdeo weitergehen – und die Geschichte wird auf ihrer Seite sein.“

Anoushka Shankar steht nicht für Interviews zur Verfügung.