Philippinisches Volk protestiert gegen ein Bergbau-Joint-Venture

Palawan beim Reispflanzen in Barangay Culasian, Rizal Bezirk.

Palawan beim Reispflanzen in Barangay Culasian, Rizal Bezirk.
© Dario Novellino

Mitglieder eines philippinischen Volkes protestieren, nachdem der zweitreichste Geschäftsmann des Landes erklärt hat, einem Bergbau-Joint-Venture auf den Palawan-Inseln beizutreten.

Der Vertrag zwischen Lucio Tans Unternehmen MacroAsia Corporation und der chinesischen Gruppe Jinchuan Group Ltd sieht vor, dass Nickel auf dem angestammten Land des Palawan-Volkes abgebaut wird.

Das Joint-Venture zwischen MacroAsia und Jinchuan plant bis zu einer Million Tonnen Nickelerz pro Jahr aus dem tropischen Wald von Brooke’s Point abzubauen.

Auf dem Gebiet lebt das Palawan-Volk, von dem einige Gruppen nur wenig Kontakt mit Außenstehenden haben. Mitglieder der Palawan, die auf dem bedrohten Gebiet leben, haben sich immer wieder dem Bergbau auf ihrem Land ­­– auf das sie für Landwirtschaft, Jagen und Sammeln angewiesen sind – widersetzt.

Trotzdem behauptet MacroAsia, es habe von den Landbesitzern eine Genehmigung bekommen und warte jetzt nur noch auf die Erlaubnis der Regierungsbehörde, die für die Rechte indigener Völker zuständig ist (NCIP).

Im Oktober haben die indigenen Gemeinden eine gemeinsame Resolution unterschrieben, die von der philippinischen Regierung verlangt, das Gesetz für die Rechte indigener Völker (Indigenous Peoples Rights Act) uneingeschränkt durchzusetzen. Sie rufen die Regierung auch dazu auf, Bewilligungen, die an Unternehmen wie MacroAsia ausgestellt wurden – die ohne Einverständnis in das angestammte Land indigener Völker eindringen – aufzuheben.