Wilderei

h2. Wilderei Der Unterschied zwischen Wildern und Jagen liegt einzig in der Lizenz. Wildern ist Jagen ohne Einverständnis des Landbesitzers. Indigene Jäger können über Nacht zu „Wilderern“ werden, wenn Regierungen ohne sie vorher darüber zu informieren und ohne ihr vorheriges Einverständnis einzuholen, ihr Land zu einem Nationalpark oder Naturschutzgebiet erklären. Den Jägern bleiben dann zwei Möglichkeiten: Gegen das Gesetz verstoßen oder kein Fleisch haben, um ihre Familie zu ernähren.

Von Kind an lernen die Awá das Jagen. © Domenico Pugliese
Was meistens der Natur und dem Umweltschutz schadet, sind nicht die lokalen Bewohner, sondern organisierte Banden, die kommerziell jagen. Regierungen bestrafen lokale indigene Jäger, die nur versuchen ihre Familie zu ernähren, oft unverhältnismäßig – und nutzen dabei den Vorwurf des Wilderns als Grund, um ganze indigene Gemeinschaften umzusiedeln. Ironischerweise besteht eine effektive Methode das Problem „kommerzieller Wilderei“ zu lösen darin, indigenen Völkern ihre traditionellen Jagdpraktiken weiterhin zu gestatten und sie stattdessen dazu zu ermutigen und ihnen zu ermöglichen, kommerzielle Wilderer den Behörden zu melden. h2. Die Kriminalisierung des Jagens Als die Regierung Botswanas nach Gründen suchte, um die indigenen Buschleute aus dem Central Kalahari Game Reserve zu vertreiben, forderte sie von ihnen einen schriftlichen Antrag auf eine Jagdlizenz. Ob ein Angehöriger der Buschleute dann jagen durfte oder nicht, hing davon ab, ob er des Schreibens mächtig war und ob ihm der Direktor des Wildlife Department gewogen war.
Mitglied der Buschleute. © Survival International
Das Jagen war damit effektiv verboten und die Buschleute wurden zu „Wilderern“. Viele Buschleute, die beim Jagen im Reservat erwischt wurden, wurden von den Jagdaufsehern geschlagen; manche wurden sogar verhaftet und gefoltert. In Tansania, kamen Angehörige des Hadzabe-Volkes, die auf ihrem Land jagten, wegen eines Deals zwischen der Regierung und einer Safarijagdgesellschaft hinter Gitter.

Die Jagd ist nicht aus der Mode gekommen. Sie ist für uns der beste Weg, um in der Kalahari zu überleben.Sprecher der Buschleute

Die Washington Post berichtete, dass „drei der Männer erkrankten und starben, weil das Gefängnis die von der Welt, ihrer täglichen Jagd und ihrer Ernährung mit Kräutern, Wurzeln und Honig abschnitt. Drei weitere starben kurz nach ihrer Entlassung“. h2. Kommerzielle Wilderer stoppen Die Jarawa in Indien leben davon, in ihrem dichten Regenwald auf den Andamanen Inseln mit Peil und Bogen zu fischen und Schweine und Eidechsen zu jagen. Seit 2004 haben die Behörden erklärt, dass die Jarawa das Recht dazu haben, selbst zu entscheiden, wie sie auf ihrem Land leben und dort zu jagen. Wilderer von Außerhalb kommen jedoch in den Wald und jagen ebenfalls in dem Gebiet, auf das die Jarawa angewiesen sind. 2008 waren einige Jarawa so frustriert, dass sie zwei Wilderer-Banden an Bäume fesselten und sie den Behörden der Andamanen meldeten. Der Konflikt zwischen den Jarawa und den Wilderern eskalierte und es gab Todesfälle auf beiden Seiten.


Außenstehende, die auf dem Land der Jarawa wildern, stellen nicht nur für die Tiere der Region eine ernsthafte Bedrohung dar, sondern auch für die Jarawa selbst. Im ersten je gefilmten Interview mit einem Jarawa, spricht dieser über das Problem der kommerziellen Wilderer auf dem Land seines Volkes. Werden Sie aktiv Schreiben Sie der indischen Regierung und bitten Sie diese, die Straße, die durch das Reservat der Jarawa führt und auch Wilderer bringt, zu schließen.*Hauptseite: Eure Wildnis, Unser Zuhause *Naturschutzgebiete *Wächter *Naturschutzflüchtlinge *Community Mapping *The Bennett Code


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