Gute Nachricht: Nach Rückzug von Rancher kehren Guarani auf ihr Land zurück 21 März 2014

Die Guarani der Gemeinde Pyelito Kuê sind auf einen Teil ihres angestammten Landes zurückgekehrt und haben einen Rancher zum Rückzug gezwungen.
Die Guarani der Gemeinde Pyelito Kuê sind auf einen Teil ihres angestammten Landes zurückgekehrt und haben einen Rancher zum Rückzug gezwungen.
© Survival

Einer Gemeinde von Guarani in Brasilien ist es gelungen, auf einen kleinen Teil ihres angestammten Landes zurückzukehren und einen Rancher, der ihr Land übernommen und ihre Häuser blockiert hatte, zum Rückzug zu zwingen.

Zum ersten Mal seitdem das Land gestohlen wurde, um großflächige Soja-Plantagen zu schaffen, leben rund 200 Guarani-Angehörige wieder auf diesen Teil ihres Gebietes. Die Indigenen waren zuvor gezwungen in überfüllten Reservaten, wo verheerende Bedingungen herrschen, und später auf einem winzigen Stück Land zu leben, eingefangen zwischen einem Fluss und riesigen Soja-Plantagen. Journalisten haben ihre Notlage als einen ‘stillen Völkermord’ beschrieben.

Ein Angehöriger der Pyelito Kuê-Gemeinde sagte zu Survival: “Wir sind sehr glücklich. Wir haben für unser Land gekämpft, weil es unseres ist. Mein Großvater ist hier beerdigt. Wir wurden von den Viehzüchtern bedroht, werden aber nicht aufgeben; wir werden stark bleiben, weil wir dieses Land brauchen.”

Zu Beginn letzten Jahres feierten die Guarani einen bahnbrechenden Sieg, als die Regierung ihr Gebiet als Guarani-Land anerkannte und Maßnahmen traf, um es als indigenes Gebiet zu schützen.

Bisher hatten die Guarani gefangen auf einer 'Insel' gelebt, zwischen einem Fluss und Soja-Felder.
Bisher hatten die Guarani gefangen auf einer 'Insel' gelebt, zwischen einem Fluss und Soja-Felder.

© MPF/Survival

Die Guarani haben berichtet, dass sie ein viel gesünderes Leben führen, seitdem sie auf ihr Land zurückgekehrt sind. Allerdings werden sie weiterhin von den Söldnern der Viehzüchter bedroht, die in ihre Richtung schießen. Die Indigenen haben in den letzten Jahren eine Reihe gewalttätiger Überfälle erlitten.

Rechtlich ist Brasilien dazu verpflichtet, alle Guarani-Gebiete zu kartieren. Dennoch sind die Indianer wegen der extremen Verzögerungen mit Unterernährung, Alkoholismus, Gewalt, Mord und der höchsten Selbstmordrate der Welt konfrontiert.

Die Indigenen und Survival fordern, dass das Pyelito Kuê-Gebiet zur exklusiven Nutzung durch die Gemeinde vollständig demarkiert wird.

Im Vorfeld der FIFA Fußball-WM 2014 hat Survival eine neue Kampagne gestartet, ‘Brasiliens dunkle Seite’, die auf die Notlage der Guarani und weiterer verfolgter indigener Völker aufmerksam macht.

 

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