Spiritueller Anführer des Nasa-Volkes erschossen 17 August 2012

Die Nasa-Indianer in Kolumbien sind im Kreuzfeuer zwischen der Armee des Landes und illegal bewaffneten Gruppen gefangen.
Die Nasa-Indianer in Kolumbien sind im Kreuzfeuer zwischen der Armee des Landes und illegal bewaffneten Gruppen gefangen.
© Francisco Pedro

Ein 74-jähriger spiritueller Anführer des Nasa-Volkes wurde nach Protesten gegen die Militarisierung seines Landes in Cauca, im Südwesten Kolumbiens, erschossen.

Lisandro Tenorio, ein traditioneller Heiler, befand sich zu Hause mit seiner Familie, als zwei unbekannte Männer kamen, ihm zur Begrüßung die Hand schüttelten und ihm drei Kugeln in den Kopf schossen.

Vergangenen Monat erschienen die Nasa weltweit in den Schlagzeilen, als sie Soldaten mit Gewalt von einer Militärbasis auf ihrem Land vertrieben.

Auch illegal bewaffnete Guerillas von Kolumbiens FARC-Rebellenbewegung wurden von den Nasa konfrontiert und aufgefordert, innerhalb weniger Tage ihr Gebiet zu verlassen.

Seit Jahrzehnten kämpft Kolumbiens Armee gegen die Rebellen, während die Nasa im gewalttätigen Kreuzfeuer zwischen beide Seiten gefangen sind.

Nach Angaben von Lisandros Familie, wurde er mehrmals von den FARC, die für seinen Tod verantwortlich sein soll, bedroht.

Survival engagiert sich seit 1974 gegen die Gewalt in Cauca und unterstützt die lokale Indigenen-Organisation CRIC.

Gestern veröffentlichte CRIC eine Aussage, in der zu lesen ist: “Mitglieder der FARC, beendet Euren Krieg. Unsere Leute können so viel Demütigung und Anschuldigung nicht mehr ertragen. Wer einen traditionellen indigenen Heiler umbringt, der setzt dem Wissen, der Seele und der Weisheit eines Volkes ein Ende.”

 

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