Colin Firths Hilferuf für brasilianisches Volk rekordverdächtig

Nur 3 Tage nach dem Aufruf von Colin Firth, waren schon mehr als 10.000 E-Mails an die brasilianische Regierung verschickt

Nur 3 Tage nach dem Aufruf von Colin Firth, waren schon mehr als 10.000 E-Mails an die brasilianische Regierung verschickt

© Survival

Eine Kampagne, die Schauspieler Colin Firth zur Rettung des bedrohtesten Volkes der Welt gestartet hat, hat in nur drei Tagen mehr als 10.000 Protest-E-Mails an die brasilianische Regierung generiert – ein Rekord für Protestaktionen zum Schutz indigener Völker.

Die Kampagne von Survival International hat den Schutz der Awá zum Ziel, deren Land und Lebensgrundlage durch illegale Siedler, Holzfäller und Viehzüchter zerstört wird.

In einem Video ruft Colin Firth dazu auf, eine Protest-E-Mail an den Justizminister Brasiliens zu schreiben, der mithilfe der Bundespolizei die illegalen Eindringlinge ausweisen könnte, die das Land der Awá-Indianer verwüsten.

Bis auf 30 Minuten Fußweg sind illegale Siedler an das Dorf von Kleiner Schmetterling herangekommen

Bis auf 30 Minuten Fußweg sind illegale Siedler an das Dorf von Kleiner Schmetterling herangekommen

© Survival International

In seinem Appell sagt Colin Firth über die Awá: “Ihr Wald wird illegal gerodet. In großem Stil. Wenn Holzfäller auf die Awá treffen, töten sie sie. Pfeil und Bogen haben gegen Gewehre keine Chance. Und an jedem anderen Punkt in der Geschichte, wär’s das gewesen. Wieder wäre ein Volk für immer vom Erdball verschwunden. Aber wir werden diesmal dafür sorgen, dass es nicht dazu kommt …”

Brasiliens Justizminister José Eduardo Cardozo hat sich bisher nicht zu der Flut von Nachrichten geäußert. Gegenüber einem brasilianischen Journalisten sagte er jedoch: “Leider gibt es viel Gewalt in Bezug auf indigene Völker und dies in einem Maße, dass es für jede Regierung unmöglich wäre diese Situationen zu verhindern wenn sie entstehen.”

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte heute: “Wenn Brasilien zulässt, dass noch weitere Nachfahren seiner ersten Bewohner für ein paar Lastwagenladungen Holz geopfert werden, wird das einen dauerhaften Fleck auf der Geschichte einer großen Nation hinterlassen. Es wäre eine unauslöschliche Tragödie für die Menschheit und natürlich eine Katastrophe für die Awá. Brasilien ist eines der reichsten Länder der Welt, aber hat es die Kraft seine eigenen Gesetze aufrechtzuerhalten?”