Leid, Selbstmorde und den Wunsch nach Hause kehren zu dürfen
Die Nukak mussten von ihrem Land fliehen, nachdem sie in Kolumbiens blutigen Drogenkrieg verwickelt wurden.
Die kolumbianische Regierung versuchte die Nukak umzusiedeln, aber das angestrebte Gebiet bot keine ausreichenden Ressourcen. Nach dem Ausbruch einer Grippeepidemie und dem Selbstmord ihres Oberhauptes Mao-be verließen die Nukak das Gebiet.
Das Land der Nukak-Maku ist von Kokabauern besetzt und wird von der Gewalt des kolumbianischen Bürgerkrieges überrollt.
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| Nukak Junge im Südosten Kolumbiens © David Hill/Survival |
Linke Guerillas, rechte Paramilitärs und die kolumbianische Armee sind in dem Gebiet präsent und kämpfen um Kokapflanzen, den Rohstoff für Kokain.
Viele Nukak-Maku waren gezwungen ihre Häuser zu verlassen und Schutz in den Außenbezirken der Stadt San Jose del Guaviare zu suchen. Andere wurden unter Androhung von Waffengewalt vertrieben.
Geschätzte 180 Nukak leben nun in San Jose – in beengten Unterkünften und mit einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen.
2006 versuchte die Regierung die vertriebenen Nukak wieder im Regenwald anzusiedeln. Doch das dafür vorgesehene Stück Land, nur 14km von San Jose entfernt, war viel zu klein.
Nach einer Grippewelle und dem tragischen Selbstmord des Nukak Anführers Mao-be, verließen die Nukak das Gebiet wieder und kehrten nach San Jose zurück.
Die Mehrheit der Nukak möchte unbedingt nach Hause zurückkehren. Solange jedoch der Bürgerkrieg in ihrem Gebiet ausgetragen wird, ist dies für sie sehr schwierig und gefährlich.
Kampagnen zugunsten der Rechte der Nukak haben bereits Früchte getragen. So schuf Kolumbiens Regierung 1993 ein Reservat für die Nukak und vergrößerte es 1997, nachdem Survival und indigene Organisationen vor Ort verschiedene Kampagnen geführt hatten. Nun fordern die Nukak, dass die Grenzen ihres Reservats respektiert werden.
Bitte schreiben Sie der kolumbianischen Regierung. Bitten Sie sie, Verhandlungen beizutreten, um die Rückkehr der Nukak auf ihr Land sicher zu stellen.
Spenden Sie für Survivals Kampagne zum Schutz der Nukak (oder anderen Kampagnen)