Leid, Selbstmorde und den Wunsch nach Hause kehren zu dürfen
Die Nukak mussten von ihrem Land fliehen, nachdem sie in Kolumbiens blutigen Drogenkrieg verwickelt wurden.
Die kolumbianische Regierung versuchte die Nukak umzusiedeln, aber das angestrebte Gebiet bot keine ausreichenden Ressourcen. Nach dem Ausbruch einer Grippeepidemie und dem Selbstmord ihres Oberhauptes Mao-be verließen die Nukak das Gebiet.
Die Nukak vermieden fast jeden Kontakt mit Außenstehenden bis 1988, als eine Gruppe von 40 Nukak überraschend in dem neu gegründeten Siedlerdorf Calamar auftauchte.
Obwohl Sie sich auf ihrem angestammten Land befanden, war ihr Auftauchen in dem Dorf Calamar eine Sensation für kolumbianische und internationale Medien.
Die Folgen des regelmäßigen Kontaktes waren jedoch erschreckend. Teilweise bedingt durch das Eindringen von Holzfällern und Kokabauern auf ihrem Land, kamen in den folgenden Jahren immer mehr Nukak mit Außenstehenden in Kontakt – viele von ihnen wurden durch eingeschleppte Krankheiten heimgesucht.
In Folge starben insgesamt mehr als 50 Prozent des Volkes.
Erst dann wurde auch bekannt, dass bereits christliche Missionare der umstrittenen New Tribes Mission bereits in the 1970er Jahren Kontakt zu den Nukak aufgenommen hatten.
Die Nukak gehören, nach Angaben der nationalen Organisation für Indigene ONIC, zu einem von mindestens 32 Völkern in Kolumbien, die Gefahr laufen ausgelöscht zu werden.
Diese Völker – darunter die Wipiwi, Amorúa und Wachina – leiden unter Kolumbiens bewaffneten internen Konflikten, Vernachlässigung durch die Regierung und der Invasion ihres Landes wegen natürlichen Ressourcen.
ONIC hat mit der Unterstützung von Survival eine internationale Kampagne gestartet, um auf die Probleme dieser Völker aufmerksam zu machen.
Kampagnen zugunsten der Rechte der Nukak haben bereits Früchte getragen. So schuf Kolumbiens Regierung 1993 ein Reservat für die Nukak und vergrößerte es 1997, nachdem Survival und indigene Organisationen vor Ort verschiedene Kampagnen geführt hatten. Nun fordern die Nukak, dass die Grenzen ihres Reservats respektiert werden.
Bitte schreiben Sie der kolumbianischen Regierung. Bitten Sie sie, Verhandlungen beizutreten, um die Rückkehr der Nukak auf ihr Land sicher zu stellen.
Spenden Sie für Survivals Kampagne zum Schutz der Nukak (oder anderen Kampagnen)