Ihre Auslöschung droht durch Krankheiten und Landverlust
Tief im peruanischen Amazonas leben Völker, die keinen Kontakt mit der Außenwelt haben.
Arbeiter von Ölkonzernen und illegale Holzfäller dringen in ihr Land ein und gefährden ihr überleben.
Die größten Bedrohungen für Perus unkontaktierte Indigene sind Ölarbeiter und illegale Holzfäller.
Mehr als 70% des Amazonasgebietes in Peru wurde von der Regierung an Ölunternehmen verpachtet. Oft sind Regionen, die von unkontaktierten Völkern bewohnt werden, Teil des verpachteten Gebiets.
Ölförderung ist gerade für die Indigenen gefährlich, da es ihre zuvor entlegenen Gebiete für Außenstehende, wie Holzfäller und Siedler, öffnet. Sie nutzen die Straßen und Pfade, die die Erkundungsgruppen hinterlassen, um in die Gebiete zu gelangen.
In der Vergangenheit hat die Ölexploration zu gewalttätigem und katastrophalem Kontakt mit unkontaktierten Indigenen geführt.
In den frühen 1980er Jahren führte die Ölexploration von Shell zu Kontakt mit dem isoliert lebenden Volk der Nahua. Innerhalb weniger Jahre starben mehr als 50% der Nahua.
Verschiedene Ölunternehmen arbeiten mittlerweile in Gebieten die von unkontaktierten Indigenen bewohnt werden – dazu gehören die Gebiete der Völker Cacataibo und Nanti.
Diese Unternehmen sind Perenco, die kurzlich Barrett Resources übernommen haben, Repsol-YPF und Petrolifera.
Mittlerweile beschreibt Peru seine Politik gegenüber internationalen Unternehmen als „offene Tür“. Die Regierung motiviert Unternehmen aktiv, in Gebieten zu suchen, in welchen unkontaktierte Indigene leben, unter anderem die Mashco-Piro und Isconahua.
Eine andere schwerwiegende Bedrohung sind illegale Holzfäller, viele von ihnen auf der Suche nach dem Edelholz Mahagoni. Bekannt als „rotes Gold“, erzielt es auf dem Weltmarkt hohe Preise.
Perus Regenwald beherbergt die letzten kommerziell nutzbaren Mahagonibestände weltweit, was ein „Rotes Gold Fieber“ für die letzten Mahagonibestände auslöst.
Tragischerweise befinden sich die Mahagonibestände in den gleichen Gebieten, in denen die unkontaktierten Indigenen leben. Dies bedeutet, dass Holzfäller ihr Territorium betreten und Kontakt nahezu unausweichlich ist.
1996 wurden die Murunahua Indianer von illegalen Waldarbeitern kontaktiert. In den darauf folgenden Jahren starben mehr als 50% von ihnen, meistens durch Erkältungen, Grippe und anderen Atemwegsinfektionen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten in diesem dringenden Fall zu helfen.